"Er ist frech, unbekümmert und ein Typ, der uns gut tut", sagt der Coach. Nach mehrwöchiger Pause durch seinen Bänderriss hat Veigneau mittlerweile wieder Fahrt aufgenommen.
Der Linksfuß ist eine von zwei Möglichkeiten, die Bommer auslotet, um den gesperrten Adam Bodzek zu ersetzen. "Ich lasse mir die Varianten noch durch den Kopf gehen", sagt der 50-Jährige. "Olivier ist sicherlich eine Option, er versprüht Spielfreude, wirkt sehr spritzig."
Das Experiment auf der Sechser-Position gefiel dem Coach allerdings nicht. "Wir haben im Training ein paar Dinge probiert, Michael Lamey hat diese Rolle früher schon Mal ausgefüllt, auch Veigneau kennt sie, aber in dem Bereich war Adam Bodzek einfach stabiler."
Dem früheren Wirbelwind aus Monaco ist es relativ egal, wo er bei den Zebras das "grüne Licht" für den Start erhält. "Der Trainer hat mich wegen Bodzeks Ausfall gefragt, ob ich seine Aufgaben übernehmen könnte, aber die linke Seite liegt mir sicherlich besser. Hauptsache, dass ich überhaupt auflaufen kann."
Trotz der prekären Lage im Rotlicht-Viertel der Tabelle zeigt sich der frühere Junioren-Nationalspieler zuversichtlich. "Wir haben genug Qualität, um in der Klasse zu bleiben. Gegen starke Mannschaften haben wir schon sehr gute Leistungen gezeigt. Natürlich müssen wir noch einige Punkte holen, mit drei Siegen aus den letzten vier Partien wird es mit der Rettung klappen."
Für den Fall, dass diese hohe Vorgabe nicht erreicht wird und Duisburg den bitteren Zweitliga-Gang antreten muss, zieht Veigneau keine Konsequenzen. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag beim MSV und würde hier auch in der zweiten Liga spielen. In Deutschland ist das Interesse von Fans und Fernsehen deutlich größer als in meiner Heimat, von daher wäre das also kein Grund, die Zelte abzubrechen. Aber noch lieber ist es mir natürlich, mit Duisburg oben zu bleiben."

