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Kreispokal: Westfalias Reservisten nutzen ihre Chance
Herne locker ins Finale

„Mit wenig Kraftaufwand“, wie es Trainer Frank Schulz nannte, zog Oberligist und Titelverteidiger Westfalia Herne mit 4:0 bei BG Schwerin in das Pokalfinale auf Kreisebene ein. Beim Bezirksliga 15-Spitzenreiter ließ der haushohe Favorit jedoch die ganz große Spielfreude vermissen.

Die Ursachen hierfür sah Schulz nicht zuletzt in dem großen Pensum der letzten Wochen: „So langsam sind unsere Akkus leer“, meinte er hinterher locker. Dennoch waren die Gäste, die auf vier Stammspieler verzichten mussten, von Beginn an tonangebend und den Schwerinern war ihre Nervosität deutlich anzumerken. Zahlreiche leichte Ballverluste im Mittelfeld sorgten für häufiges Überzahlspiel der Herner.

Leitete mit einem schönen Solo die Vorentscheidung ein: Dominik Behrend

Die Gäste gingen mit den sich bietenden Räumen jedoch recht fahrlässig um, so dass die Hintermannschaft der Blau-Gelben letztlich immer wieder klären konnte. Als die Hausherren ihre Nervosität endlich abgelegt hatten, kam prompt die kalte Dusche: Eine schöne Kombination über die rechte Seite schloss Sebastian Freyni mit der 1:0-Führung für den Oberligisten ab (32.).

Als nur sieben Zeigerumdrehungen später Stefan Oerterer im Anschluss an ein Behrend-Solo das 0:2 markierte, war auch dem letzten der rund 350 Zuschauer klar, dass es für den Underdog heute nichts zu gewinnen gibt. Das erkannte auch BG Schwerins Trainer Helmut Schulz hinterher neidlos an: „Wir sind mit dem 0:4 zufrieden, vor allem weil wir uns nicht hinten rein gestellt haben. Sicher hat man hier auch einen Klassenunterschied gesehen, es wäre jedoch auch traurig, wenn es nicht so wäre.“

So plätscherten die zweiten 45 Minuten in praller Sonne so dahin. Die Gäste taten nicht mehr als nötig, ließen die Zügel

Auch in der Luft war die Westfalia jederzeit Herr der Lage

noch etwas mehr schleifen und so kam der Außenseiter zu einigen Torgelegenheiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Als den Schwerinern dann zusehends die Beine schwer wurden, machten Kapitän Arben Tahiri (65.) und der eingewechselte Sebastian Kleine (87.) per Kopf für die Gäste alles klar.

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