"Das wäre ein Traum", denkt der 23-Jährige, dass dieser in Österreich und der Schweiz Realität werden kann. "Schließlich starten wir als Geheimfavorit. Außerdem sind wir eine Turniermannschaft, die eigentlich immer sehr weit kommt." Wie zuletzt bei der WM in Deutschland. Im kleinen Finale musste sich der EM-Vize von 2004 der Klinsmann-Elf geschlagen geben. "Wenn unser Keeper Ricardo den Namen Bastian Schweinsteiger hört, fängt er schon an zu schwitzen", weiß Amaral, dass der Torwart die beiden Treffer im Kampf um Platz drei, sowie den UEFA-Cup-Auftritt gegen Bayern München, als "Schweini" wieder traf, noch in unangenehmer Erinnerung hat.
Seine Wurzeln hat Amaral in der Stadt Viseu in der Nähe von Porto. "Dort leben meine Großeltern, mein Vater ist da aufgewachsen", berichtet Amaral, der sich aber auch in Deutschland heimisch fühlt. "Nach Portugal drücke ich natürlich der Mannschaft von Jogi Löw die Daumen", verrät Amaral, schränkt aber auch ein: "Ein Endspiel gegen Deutschland wäre allerdings nicht so toll, denn vor zwei Jahren lief es ja auch schon nicht so gut für uns."
Bei aller Zurückhaltung streicht er auch die Vorteile seines Heimatlandes heraus. "Ricardo Carvalho wird den Laden hinten dicht machen. Er ist einer der besten Verteidiger und in überragender Form. Vorne bekommt Ronaldo alle Freiheiten, die er auch nutzen kann." Auf die Frage, ob das Enfant terrible gerne auch mal zu schauspielerischen Höchstleistungen aufläuft, entgegnet Amaral: "Ich weiß nicht, ob er markiert. Er verarscht seine Gegenspieler, und die lassen es sich nicht gefallen. Also wird er auch richtig weggehauen. Und sollte er sich mal fallen lassen, ist es auch intelligent." Doch es gibt auch einen Negativpunkt bei seinem Vorbild: "Seine Arroganz stört mich auch. Aber die werden wir nicht auf dem Platz an den Tag legen."
