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Tusem: Dietrich geht, Lützelberger kommt
"Unser Wunschspieler"

Gleich zwei Erfolge hat der TUSEM zu feiern: Zum einen bleibt Andrej Siniak dem Verein erhalten, nachdem sich zuletzt der Regionalligist VfL Eintracht Hagen bei der Trainer-Suche intensiv mit dem Routinier beschäftigt hatte (RS berichtete), zum anderen konnte man einen dicken Fisch an Land ziehen. Jörg Lützelberger kommt vom TBV Lemgo und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

„Jörg war unser absoluter Wunschspieler und wir sind damit in unseren Planungen einen großen Schritt vorangekommen“, reibt sich Essens Sportlicher Leiter Stephan Krebietke die Hände.

Wohl wissend, dass auch andere Clubs um die Dienste des Kreisläufers warben. Der wird nun vor allem deshalb beim TUSEM die Nachfolge von Mark Dragunski antreten, weil der Spagat zwischen Studium und Sport in Lemgo nicht mehr zu leisten gewesen wäre. Im kommenden Jahr stehen für den Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln die Vordiplomprüfungen an. Der Kreisläufer musste mehrmals wöchentlich von der Domstadt ins Lipperland pendeln, nun nimmt die Entfernung rapide ab.

"Das ist eine tolle Sache", bemerkt der gebürtige Thüringer.
Der kennt sich damit aus, namhafte Akteure zu beerben. In Lemgo trat er die Nachfolge von Christian Schwarzer an und bildete ein Gespann mit Weltmeister Sebastian Preiß. Zur neuen Saison verpflichte der TBV allerdings den Isländer Vignir Svavarsson. „Die Chancen auf Spielanteile wären sehr gering gewesen. Daher kam das Angebot des TUSEM sehr gelegen", räumt der Youngster ein.

Am morgigen Freitag feiert er seinen 23. Geburtstag, und auch im Gespann mit Vaclav Vrany will er künftig häufiger Grund zum jubeln haben. Zumindest, wenn es nach Trainer Kristof Szargiej geht: "Jörg ist ein guter Abwehrspieler und vor allem sehr ehrgeizig. Er passt optimal in unser Konzept, dass auf junge und hungrige Akteure setzt." Und hungrig ist der frühere Junioren-Nationalspieler in der Tat. „Ich freue mich, im Team Verantwortung zu übernehmen, in Abwehr und Angriff viel zu spielen", legt sich Lützelberger fest.

Ein Ziel, dass Gunnar Dietrich in der abgelaufenen Serie beim TUSEM nur bedingt erreichte. Der bis 2009 laufende Kontrakt mit dem Rückraum-Spieler wurde vorzeitig aufgelöst. "Gunnar ist talentiert und hat uns in der vergangenen Saison vor allem in der Abwehr geholfen. Gerade junge Leute brauchen allerdings viel Spielpraxis, um sich optimal weiterentwickeln zu können. Die können wir ihm aktuell leider nicht bieten", erklärt Krebietke. Dietrich wird sich nun dem Zweitligisten TSG Friesenheim anschließen.

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