Am Dienstag um 15 Uhr war der Startschuss zur Malocherschicht die II.. Als Bonbon wurde mit Benjamin Schüßler ein rechter Mittelfeld-Mann aus Paderborn verpflichtet. Der 27-Jährige war "der Wunschkandidat von uns" wie Vorstandsmitglied Thomas Dietz erklärte. "Er soll nun die rechte Seite mit Marcel Landers beackern. Er hat seine Ausbildung in Gladbach genossen, wir sind von ihm überzeugt. Er passt zu unserer Philosophie."
Die sich kaum verändert hat. Dietz: "Der Großteil wurde behalten, punktuell gab es Ergänzungen. Die Jungs kommen aus der Region, wir sind sehr zuversichtlich, denn wir haben versucht, das, was die Elf ausgemacht hat zu ergänzen." Und das alles mit der nötigen Ruhe, wie Dietz betont: "Wir machen uns keinen Stress. Wir wissen, wir spielen nicht um den Aufstieg. Wir gehen mit der vollen Konzentration, aber auch der nötigen Gelassenheit an die Sache ran. Nach der rasanten Entwicklung brauchen wir auf jeden Fall auch die nötige Geduld."
Denn auch der sportliche Erfolg ist keine Einbahnstraße, Rückschläge müssen einkalkuliert werden. Aktuell geht es darum, die Basis für die Zweitliga-Spielzeit zu legen. Coach Jürgen Luginger: "Die nächsten zwei Wochen arbeiten wir an den Grundlagen, das geht auch gut auf dem Platz. Wir wollen uns ja auch spielerisch weiter entwickeln." Helfen soll Schüßler, der sich festlegt: "Wer zwei Mal in Folge aufsteigt, muss charakterlich klasse sein. Sonst geht das in Ligen mit solch starken Gegner nicht. Und mein Ziel war es, in der Liga zu bleiben, daher ist RWO für mich eine gute Adresse. Ich will mich hier einbringen und eine gute Rolle spielen."
Luginger über seinen neuen Flügelflitzer: "Wir haben ausführlich mit ihm gesprochen. Denn wir haben Wert darauf gelegt, dass die Jungs passen. Benjamin wird uns helfen, generell ist es wichtig, dass wir wieder als Einheit auftreten. Nur so können wir Erfolg haben."
Abseits des Platzes geht es auch im wirtschaftlichen ständig bergauf. Nun wurde erstmals die Marke von 100 Sponsoren geknackt. Fernsehrelevante Bandenwerbungen sind kaum noch zu kaufen. Präsident Hajo Sommers: "Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Sollte mal jemand abspringen, wirft uns das nicht um."
Genau so wenig wie der Spielplan, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Kleeblätter reisen zum Auftakt nach Koblenz, es folgt die Partie gegen Ingolstadt und der Trip zum Millerntor. "Lugi": "Da kann man mit leben, auch, wenn wir lieber zunächst ein Heimspiel gehabt hätten." Etwas unzufrieden war der Sportliche Leiter Hans-Günter Bruns: "Es ist etwas sonderbar, dass die Auf- und Absteiger zu Beginn fast unter sich sind. Wir hätten gerne in den ersten Begegnungen einen der etablierten Gegner zu Hause gehabt."
Unterstützung bekam Bruns von Dietz: "Wir haben fast immer die zuschauerträchtigen Partien im November oder Dezember, das kostet jeweils einige tausend Besucher."

