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VfL: Maltritz sieht in Fernandes einen sicheren Rückhalt
Baustellen sind geschlossen

Fünf Vorbereitungsspiele, drei Niederlagen, noch kein Sieg.

Eigentlich die Zeit für Marcel Maltritz, der gerne sein Herz auf der Zunge trägt, einmal aus der Haut zu fahren. Schließlich glauben manche in dem Vize-Kapitän hin und wieder einen „Nörgler“ auszumachen.

Doch auch nach dem schon enttäuschenden Auftritt gegen OFI Kreta am vergangenen Mittwoch am „Schloss Strünkede“ blieb der Routinier vor dem gestrigen Test gegen Valencia ganz gelassen und weiß aus langjähriger Erfahrung: „Ergebnisse in der Vorbereitung sind wenig aussagekräftig.“

Dann führt er gleich noch ein treffendes Beispiel an: „Ich erinnere mich noch vor einigen Jahren, als ich beim HSV spielte. Da haben wir in der Vorbereitung über 100 Tore gemacht. Die Medien haben uns gefeiert, dann trafen wir am ersten Spieltag auf Hannover 96. Wir verloren gegen das Team von Christoph Dabrowski und plötzlich waren sechs Wochen Training für die Katz.“

Natürlich will der Innenverteidiger nicht alles schön reden. „Die Resultate sind nicht berauschend, unsere spielerischen Leistungen bisher auch nicht.“ Dennoch bleibt der Defensive optimistisch: „Für mich ist der Maßstab, dass wir sehr gut und sehr konstant trainieren. Da ist zu erkennen, dass wir eine intakte Mannschaft haben.“

Außerhalb des Spielfeldes gibt es ohnehin keine Probleme: „Die Integration läuft wie immer super.“ So ist das Einzige, was ihn derzeit richtig nervt, leider unabänderlich: „Die blöden Verletzungen im Kader, aber da ist man machtlos. Ich hoffe, dass bis zum Pokalmatch in Münster alle wieder fit sind. Zur Stunde jedenfalls hat der ein oder andere verständlicherweise noch Nachholbedarf.“

Maltritz freut sich übrigens auf den kommenden Dienstag. „Bei allem Stress, den so ein Kurztrip nach Japan mit sich bringt, ist diese Reise auch ein großes Erlebnis. Ich war schon mal mit Wolfsburg in China und bin jetzt richtig auf Japan gespannt.“

Und dann spricht der 29-Jährige noch lobend über die Neuzugänge: „Wenn es im Tor überhaupt eine Baustelle gab, das hielt ich immer für übertrieben, dann dürften wir sie mit der Verpflichtung von Daniel Marcio Fernandes geschlossen haben. Er ist sehr gut im Training, wird bestimmt ein sicherer Rückhalt. Die Kritiker sollten aber daran denken, dass er noch ein sehr junger Keeper ist. So ist es ganz normal, wenn er hier und da einmal Schwankungen unterworfen sein wird.“

Nette Worte gibt es vom gebürtigen Magdeburger auch für Christian Fuchs: „Ich habe ihn schon vor der EURO das ein oder andere Mal im Fernsehen gesehen. Er macht auf der linken Seite viel Druck. Aber er hat den Sommer quasi durchtrainiert und gespielt, da wird sicherlich auch noch ein kleines Tief kommen.“

Ein Tief, das der VfL in den nächsten Tagen mehr und mehr überwinden will. „In den ersten fünf Testspielen waren wir einfach müde und unkonzentriert und haben nicht das umgesetzt, was wir können. Dazu ist es uns noch nicht wirklich gelungen, unsere eigene Fehlerquote zu minimieren. Ansätze gab es genug, was uns bisher fehlte, war eine konstante Leistung. Aber entscheidend ist unser Auftritt in Münster und ich bin sicher, dass wir da topfit sind.“

Schon während des Trainingslagers hatte Maltritz eine Lanze für Mergim Mavraj gebrochen und sich dafür ausgesprochen keine weitere Verpflichtung in der Innenverteidigung vorzunehmen. Gestern ging Maltritz sogar noch ein Stück weiter: „Ich weiß, dass er während der kommenden Meisterschaftssaison seine Chance erhalten und nutzen wird.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport anne Castroper
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