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Schalke: Die Rückkehr der "Giraffe" René Eijkelkamp
"Schön, wieder hier zu sein"

Schalkes "Oranje"-Fraktion ist komplett. Nach Fred Rutten und Youri Mulder haben die Königsblauen mit René Eijkelkamp den dritten Fußball-Experten aus dem Nachbarland in ihren Trainerstab aufgenommen.

Zählt man die beiden Neuzugänge Orlando Engelaar und den in der Ehrendivision groß gewordenen Jefferson Farfan hinzu, kann man sicher von einer neuen holländischen Ära auf Schalke sprechen. Eijkelkamp, in seiner aktiven Zeit in Gelsenkirchen auch "Giraffe" genannt, wird allerdings nur als Zeitarbeiter beschäftigt. Wie er Kevin Kuranyi beim Tore schießen helfen will und warum er eine ganz hohe Meinung von seinem Chef-Coach hat, erzählte er unserer Zeitung nach seiner ersten Einheit mit der Mannschaft.

René Eijkelkamp, wie ist Ihr Engagement auf Schalke vorgesehen und wie lang soll es laufen?

Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Aber ich gehe davon aus, dass es erst einmal für ein Jahr geplant ist. Ich werde einmal in der Woche hier sein, wir haben aber keinen Termin festgelegt, da ich auch noch bei Twente Enschede einen Tag arbeite.

Wie sehen Ihre Aufgaben genau aus?

Das kann ganz verschieden sein. Gestern haben wir morgens mit der Truppe zusammen auf dem Platz in Gruppen gearbeitet, nachmittags stand eine individuelle Einheit an. Mike übernimmt dann die eine Gruppe und Youri die andere. Es ist aber nicht fest gelegt, dass der eine nur etwas mit den Stürmern und der andere etwas mit Mittelfeld- oder Abwehrspielern macht.

Wie dürfen wir Ihre Position korrekt bezeichnen, Spezial- oder Stürmertrainer?

Assistenztrainer ist das richtige Wort. Es ist zwar nur ein Tag in der Woche, aber es macht mir viel Spaß. Ich hoffe, dass ich mit Youri zusammen die Jungs weiterbringen kann.

Als ehemaliger Angreifer werden Sie aber sicher mehr mit den Stürmern als mit den Torhütern arbeiten, oder?

Ja, aber ich kann auch den Torleuten erzählen, wie ein Stürmer denkt. Und als Stürmer sollte man wissen, was man kann und was nicht. Ich sage immer: als Angreifer ist es wichtig, dass man vor dem Tor locker bleibt.

Werden Sie auch bei den Spielen dabei sein?

Ja, ab und zu. Aber auch in Twente bin ich gelegentlich bei den Spielen, daher muss ich mich ein wenig aufteilen.

Und was ist, wenn Schalke gegen Twente in der Champions League Qualifikation spielt?

Dann gehe ich Mittwoch nach Schalke und Donnerstag nach Enschede und erzähle den Trainern wie die Gegner spielen werden (lacht).

Gab es in den letzte Jahren noch Kontakte zu Schalke?

Ja, natürlich. Ich bin mit meinem Bruder zusammen noch als Spielerberater tätig, deshalb war ich auch oft hier. Und mit Andy Müller oder anderen Leuten, die ich noch von früher kannte, bin ich auch mal einen Kaffee trinken gegangen. Ich weiß, wie viel Spaß ich auf Schalke hatte und deshalb ist es schön, wieder hier zu sein.

Die S04-Fans haben Ihnen als Spieler viele Sympathien entgegengebracht. Können Sie sich das im Nachhinein erklären?

Nein, das kann ich nicht. Ich war darüber sehr überrascht, weil ich nur zwei Jahre hier gespielt habe. Ich habe ja auch nichts Spezielles unternommen, sondern versucht, meine Arbeit auf dem Platz zu verrichten gut drauf zu sein. Das ist immer noch meine Art. Ich sehe immer das Positive, auch im Umgang mit den Leuten.

Youri Mulder hat bei Fred Ruttens Vorstellung gesagt, dass dieser ein guter Trainer sei. Was macht Ihren ehemaligen und wieder aktuellen Chef aus?

Er ist nicht nur ein guter Trainer, sondern auch ein guter Mensch, der zu den Spielern immer direkt ist. Das gefällt mir, er redet nie hinter dem Rücken über andere Leute. Wenn man ehrlich ist, tut es zwar manchmal weh, aber dadurch werden die Spieler besser. Bei Twente sagen viele Leute, wir haben eine Menge von Fred Rutten gelernt. Das gilt für alle Enscheder Spieler in den letzten zwei Jahren, und es waren nicht alles einfache Leute.

Sie selbst galten als intelligenter Kicker und standen für spielerisch guten Fußball. Kickt Schalke jetzt nicht nur erfolgreich, sondern auch schön?

Wir Holländer sagen immer, dass wir zwar gut spielen, aber keine Punkte holen. Das Schwierige ist aber, gut zu spielen und Punkte zu holen. Alle erwarten nun, dass Schalke schön spielt, doch das braucht auch Zeit. Es dauert, bis man die Handschrift des Trainers erkennen kann. Das kann nicht in drei Monaten gehen, aber ich habe viel Vertrauen, dass es klappen wird. Ich arbeite jetzt schon im fünften Jahr mit ihm zusammen, erst unter Guus Hiddink in Eindhoven und danach bei Twente. Er ist ein Coach, der eine Mannschaft nach vorne bringen kann, da bin ich mir sicher.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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