„Das wird die beste zweite Liga aller Zeiten“, nimmt sich Manager Franz Dressel einen bekannten Fußballslogan des DSF vor und betont: „Die Leistungsdichte in der Spitze ist enorm hoch, mit Nettelstedt und Wilhelmshaven kommen starke Absteiger. Aber wir wollen oben mitspielen.“
Mit der neuen Halle will das Team um Trainer Kay Rothenpieler vor allem daheim eine echte Macht sein. „Wir haben extra viele Testspiele in der Vorbereitung dort ausgetragen und haben uns daran gewöhnt“, strahlt der Coach. „Wir werden dort einen Riesenspaß haben, es ist schön eng. Viele Partien dürften wir vor eigenem Publikum einfach nicht abgeben.“
Auch die Fans sind neugierig auf die neue Arena, die mit dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ägypten eingeweiht wurde. Mit 1.000 Dauerkarten hat der ASV schon reichlich Tickets verkauft. „So viele Zuschauer haben in unsere alte Halle nicht einmal gepasst“, grinst Dressel und kalkuliert erwartungsvoll weiter: „Wenn wir richtig erfolgreich sind, hoffen wir auf 1.500 Fans pro Spiel.“
Für schwungvollen Handball sollen auch die Verstärkungen sorgen: Petr Hazl (Nettelstedt) und Vlatko Mitkov (Wetzlar), Frank Schumann (Berliner Füchse) für die Abwehr, mit Torsten Friedrich (TUSEM Essen) ist zudem ein neuer Keeper an Bord. Das Quartett bringt vor allem jede Menge Erstligaerfahrung mit. „Die Jungs denken schön professionell, von ihrer Routine profitiert das ganze Team“, schwärmt Rothenpieler, der aber weiß: „Eine gute Mannschaft zeigt sich erst in kritischen Phasen.“
Die will der ASV möglichst vermeiden. Die Generalprobe vor dem Schwerin-Spiel lief mit dem 39:26-Erfolg im DHB-Pokal gegen Empor Rostock reibungslos. Der Coach ist heiß auf die neue Serie, auch wenn er das Wort „Aufstieg“ (noch) vermeidet. „Wir wollen in der Spitzengruppe mitmischen.“
