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RWE: Fehleranalyse sachlich - Strategie beibehalten
Nach Stolperfalle jetzt Frustverbot

Aussetzer in allen Teamteilen, klar, dass man nichts erntet! Essens Coach Michael Kulm bestätigt im Rückblick auf den Auftritt in Kaiserslautern:

"Die logische Konsequenz war, man verliert das Spiel." Die erste Trainings-Schweißfluss war aber deshalb nicht durch kollektive Leichenbittermienen begleitet. Kulm: "Psychologe und Trainer, es immer wichtig, eine gute Mischung zu finden. Die erste Einheit absolvierten wir im Ausdauerbereich." Tatort: Schloss Wittringen. "Durch das eine verlorene Spiel werden wir unsere Pläne nicht ändern."

Strukturen verleihen Sicherheit, alles eine Kopfsache. Der A-Lizenzinhaber macht aber nachhaltig deutlich: "Das 0:2 passte mir nicht in den Kram, Niederlagen ärgern einen sowieso. Das war eine, die durch eine wirklich schlechte Leistung zustande kam, das störte mich." Was er auch zum Ausdruck brachte, Widerworte regten sich im Kader natürlich nicht - warum auch? "Es war ja so, dass vielleicht bis auf Robert Mainka keiner wirklich an seine Form kam", überlegt Kulm. Der aber auch verdeutlicht, dass er bei der Aufarbeitung komplett sachlich blieb und bleibt: "Auf der anderen Seite ist es mir lieber, alle liefern einmal ein komplett schlechtes Spiel ab und man hat schnell die Erklärung, warum man verloren hat. So was ist besser als ein schleichender Prozess, bei dem man ständig auf der Fehlersuche ist."

Die Probleme lagen auf der Hand, in der Defensivabteilung, in der Schaltzentrale und auch in der Abteilung Attacke. Kulm: "Wir wissen, das Match war übel, uns ist bewusst, wir haben fast alles verkehrt gemacht." Auch die Details erspart der ehemalige Bochumer nicht: "Von Beginn an fehlte mir die Nähe zu den Leuten, wir hatten das Geschehen über den Ballbesitz nicht im Griff. Wir agierten nicht in der gegnerischen Hälfte, Zielstrebigkeit in Richtung Tor war nicht vorhanden." Das prägte das Betzenberg-Bühnenstück, am 14. September, ein Sonntag, gastiert die Zweitvertretung des VfL Bochum. Frustverbot!

Kulm bleibt sich bewusst treu: "Ich war niemand, der in Euphorie verfiel, nur weil wir zwei Matches gewonnen hatten." 4:1 in Lotte, 4:0 über Schalke II. Kulm weiter: "Ich bin auch keiner, der sich nach der Niederlage groß verrückt macht." Die Ansage von Kulm ist nachhaltig: "Keiner wird und darf erwarten, dass man durch eine solche Saison durchmarschiert, es wird ein schweres Jahr, das wussten wir auch vorher. Wichtig ist, wir bleiben bei unserer Strategie, wir lassen uns nicht aus der Spur werfen, das ist sowieso nicht mein Ding."

Deshalb soll Bochum in der Meisterschaft eine Hürde werden, die wieder gekonnt überlaufen wird, keine "teuflische" Stolperfalle wie am dritten Spieltag. Kulm: "Ob es nun früh in der Saison passierte oder uns später erwischt hätte, es hat mich einfach geärgert. Wenn es eine Signalwirkung hat, dass man sich in jedem Spiel unser hohes Ziel neu setzen muss, weil man sonst auf dem Bauch landet, dann ist das in Ordnung." Wie gesagt, Psychologie - Kulm: "Vielleicht hat sich der eine oder andere darüber erschreckt, was passieren kann, wenn man sein Spiel nicht durchbringt."

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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