Demnach wurde Blatter gefragt, ob er einem afrikanischen Team in naher Zukunft den WM-Triumph zutraue. Blatter antwortete, dass nicht-europäische Mannschaften wegen der geringeren Teilnehmerzahl gegenüber dem alten Kontinent benachteiligt seien. "Wir müssen die Zahlen Schritt für Schritt verändern und (die WM) weiter öffnen", wird Blatter bezüglich seiner Pläne zitiert.

Freund Afrikas: FIFA-Präsident Joseph Blatter. Foto: firo
2010 stellt Europa mit 13 Teilnehmern das nach wie vor größte Kontingent der insgesamt 32 Starter. Bei der WM-Endrunde 2006 waren noch 14 europäische Länder dabei, weil Deutschland als Gastgeber automatisch qualifiziert war. Diesen Vorteil genießen in zwei Jahren die afrikanischen Teams, die neben Ausrichter Südafrika weitere fünf Mannschaften ins Rennen schicken.
"Ich hoffe, dass wir eine afrikanische Mannschaft im Halbfinale sehen werden. Aber das Problem sind die (Teilnehmer-)Zahlen. Europa hat 13 Teams - somit ist es leichter für sie, in den Schlussrunden noch präsent zu sein", sagte Blatter laut Daily Telegraph. Bei der WM 2006 in Deutschland waren im Halbfinale vier Europäer (Weltmeister Italien, WM-Finalist Frankreich, der WM-Dritte Deutschland und Portugal) unter sich.
