Nach seiner überraschend guten Vorbereitung mit den Profis durfte der 22-Jährige sowohl im DFB-Pokal gegen RW Essen, wo er allerdings mit seinem Platzverweis nach nur zwölf Sekunden einen Negativrekord aufstellte, als auch im Liga-Match gegen Bayern München für das Team von Jürgen Klopp auf der großen Bühne kicken. Doch jetzt, nach der Rückkehr von Sturmführer Alex Frei, kehrt für den früheren Thannhausener langsam, aber sicher die harte Realität ein – und die heißt Regionalliga West.
„Natürlich ist es etwas anderes, ob du gegen Schalke oder gegen Leverkusen II spielst, aber ich motiviere mich für jeden Gegner gleich. Egal, gegen wen ich letztlich ran muss“, versichert der Stürmer, der bei seiner Premiere für die BVB-Bubis eine schmerzhafte 1:2-Niederlage einstecken musste. Dass gegen Bayer II noch nicht alles glatt lief, war für den Offensiven keine Überraschung: „Ich habe kaum mit dem Team trainiert und wurde ins kalte Wasser geworfen. Aber das wird besser, je öfter ich mit den Jungs zusammenspiele.“
Die Konstellation in der Spitze kommt dem quirliger Stürmer dabei eigentlich zugute. Denn mit Christopher Kullmann hat der gebürtige Augsburger einen Kollegen neben sich, der mit seiner Größe Räume schafft, in die der schnelle und technisch starke Torjäger vorstoßen kann. „Wir hatten schon am Samstag ein paar gute Aktionen dabei. Ich denke, das passt für die Zukunft“, zieht Sadrijaj so auch ein positives erstes Fazit nach den ersten gemeinsam absolvierten 73 Minuten.
Schon am Samstag gegen den schwach gestarteten SV Elversberg bekommt das Duo eine erneute Bewährungschance. Vielleicht klappt es dann ja mit dem Premierentreffer für Sadrijaj, der betont: „Ich war in meinen Clubs immer der erfolgreichste Torschütze, es wäre schön, wenn das auch hier klappen würde.“

