Der Nationalspieler war beim hochverdienten 4:0 (2:0)-Erfolg gegen Hannover 96 zum Auftakt des fünften Spieltages mit drei Toren der Mann des Abends. Die Bayer-Elf liegt nach dem dritten Saisonsieg mit neun Punkten direkt hinter Spitzenreiter Hamburger SV (10). Die Niedersachsen enttäuschten dagegen auf ganzer Linie und finden sich vorerst mit vier Zählern auf dem 13. Tabellenplatz wieder. Nationalspieler Simon Rolfes eröffnete in der fünften Minute den Torreigen, bevor Helmes mit seinen Saisontoren Nummer vier bis sechs (19., 59. und 66.) vor 22.000 Zuschauern in der BayArena seinen Gala-Auftritt hatte. An dem 24-Jährigen dürften die Bayer-Fans noch lange Freude haben. Der Stürmer verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2013, wie Bayer-Sportchef Rudi Völler verkündete. "Hier entsteht was Großes", meinte der Goalgetter nach dem Schlusspfiff.
Wie wohl sich der Neuzugang vom 1. FC Köln in Leverkusen fühlt, zeigte er auf dem Platz. Helmes verstand sich mit seinen Nebenleuten quasi blind, die Leverkusener Angriffsabteilung lief auf Hochtouren. "Mein Trainer Bruno Labbadia war früher Stürmer, der hilft mir", bekannte Helmes. So konnte einem Nationaltorhüter Robert Enke schon leidtun, der froh war, dass "wir nicht zweistellig hier raus gegangen sind." Der National-Torhüter wurde deutlich: "So kann man nicht bestehen. Einige lassen sich von einem Spiel blenden. Das ist zu wenig für die Bundesliga." Auf den Schlussmann rollte ein Angriff nach dem anderen zu. Seine Vorderleute waren restlos überfordert und lieferten eine erschreckend schwache Vorstellung ab.
Bereits in der dritten Minute wurde Enke durch den Brasilianer Renato zur ersten Parade gezwungen, zwei Minuten später war es dann passiert: Nach einem Doppelpass mit Helmes war Rolfes zur Stelle. Nachdem Helmes schnell auf 2:0 erhöht hatte, hätten Gonzalo Castro mit einem Lattenschuss (22.), Rolfes (23.), Stefan Kießling (34.) und Tranquillo Barnetta (45.) die Führung bis zur Pause noch deutlich höher schrauben können.
Wer gedacht hatte, Hannover würde nach dem Seitenwechsel eine Reaktion zeigen, sah sich getäuscht. Die Elf von Trainer Dieter Hecking kam kaum über die Mittellinie, stattdessen gab es weiter Einbahnstraßenfußball Richtung 96-Tor. So hätte Barnetta bereits drei Minuten nach dem Wiederanpfiff auf 3:0 erhöhen können, traf aber nur die Latte. Für die überfälligen weiteren Treffer sorgte dann Helmes. Während Enke weiter unter Dauerbeschuss stand war sein DFB-Dauerrivale auf der Gegenseite Rene Adler quasi arbeitslos.


















