Nur aufgrund der starken Leistung des Schlussmanns Scott Langkow seien die Hausherren nicht noch tiefer in die Bredouille gerutscht, schnaubte der Coach. „Scott ist stinksauer auf diese Defensivleistung.“ Dennoch retteten die Schwarz-Gelben den „Dreier“ über die Zeit und können sich nach dem 7:4-Erfolg weiterhin über Platz zwei in der Tabelle freuen - und das auch noch punktgleich mit Meister und Spitzenreiter Eisbären Berlin!
Ein Start, den man den Seidenstädtern nicht prognostiziert hatte, wenngleich es bislang auch noch nicht gegen die Schwergewichte der Liga ging. Nun reisen die Pinguine aber nach Mannheim, ehe Hamburg im KönigPalast gastiert. Manager Jiri Ehrenberger weiß, dass der KEV erst nach diesen Partien weiß, wo er wirklich steht. „Es ist sicherlich einfacher, mit diesem Punktestand nach Mannheim zu reisen. Wenn du zuhause gegen Straubing oder Duisburg die Punkte nicht holst, musst du sie woanders einfahren, insofern ist es gut, dass wir nicht den Zählern hinterher laufen.“
Auch wenn der Druck des Gewinnen-Müssens also nicht auf den Schultern der Rheinländer lastet, erleichtert das den Gang in die Kurpfalz nur bedingt. Vor allem die Abwehr der Mannheimer ist bislang zum Zähneausbeißen. Beängstigende vier Gegentore kassierte die Adler-Defensive um Torhüter Fred Brathwaite in vier Saisonspielen. „Das sagt eine Menge über den Goalie, aber auch über die komplette Abwehr-Abteilung“, nickt Ehrenberger. Sein Rezept gegen die gut gestaffelte Hintermannschaft: „Wir müssen jeden Wechsel voll durchmarschieren und vorne konsequent unsere Chancen nutzen, denn viele werden wir dort nicht bekommen.“
