Coach Michael Kulm analysierte das 0:1 gegen Trier akribisch und strich den freien Sonntag. "Es gab einen längeren Monolog von mir", erklärt der A-Lizenzinhaber, "wir haben die Zeit genutzt, es wurde auch nicht drumherum geredet, unser Auftritt war schwach, die Niederlage verdient." Am morgigen Freitag ist das an der Friesoyther Straße in der städtischen "Arena Oldenburger Münsterland" gegen den BVC tabu. Kulm: "Wir haben alles deutlich angesprochen, dazu auch noch detailliert per Video belegt." Widerspruch des Teams hörte Kulm nicht. "Die Truppe geht damit sehr selbstkritisch um, es gab auch nicht irgendwelche Schuldzuweisungen untereinander, das hätte ich in keinster Weise geduldet. Die Eindrücke, die ich anschließend im Training gewonnen habe, sind gut."
So dass die abgelieferte üble Qualität gegen die Eintracht kein Rätsel ist: "Natürlich gibt es Erklärungsansätze", umreißt der ehemalige Bochumer, "genau wie es die auch immer für prima Leistungen gibt." Es darf im Oldenburger Münsterland nicht wieder dazu kommen, dass "man sich zum Start nicht reinfindet", so dass man in der Auftaktphase nicht wieder "Ecken und Standards gegen sich hat", wie Kulm definiert, obwohl man doch das Vorhaben hat, "das Match in der ganz anderen Hälfte zu halten." Alles zusammen bewirkte gegen Trier "eine Kettenreaktion, unsere Akteure fanden ihre Form nicht, der Gegner konnte weiter an seiner Idee arbeiten." Das Spiel zu zerstören.
Maximal 5001 Zuschauer werde das Match gegen den BVC verfolgen. Kulm wird den Gastgeber "ähnlich wie Trier" erwarten, "mit einem Fünfer-Mittelfeld, das ist eine Truppe, die ihren Plan hat." Den Coach Frank Schulz, im Revier bekannt wie ein bunter Hund, entwirft. Kulm: "Es wird sich stabil zurückgezogen, die Strategie wird durchgezogen, es wird schwer, hinter die Viererkette zu kommen." Zur Torauslinie, um so Gefahr zu produzieren. Eine Rarität gegen Trier, es soll in Cloppenburg klappen, wo der 144-fache Bundesligaprofi André Breitenreiter als Schaltzentrale fungiert.
Von seinen bisherigen zwölf Treffern erzielte Cloppenburg im übrigen fünf ausgerechnet in Trier (5:0). Eine Spielerei mit Zahlen. Für Kulm zählt es: "Wir müssen unseren Rythmus finden und den vom Gegner zerstören."

