Spätestens als Hlinka in Unterzahl das 3:1 für die Gäste markierte, war den 3.147 Zuschauern klar, dass es an diesem Abend für die Pinguine wohl nichts zu holen geben würde. Mittlerweile durchaus ein ungewohntes Gefühl für die Seidenstädter.
Zwar konnten die Verfolger den Ausrutscher nicht zu ihren Gunsten nutzen, dennoch stellt sich die Frage: War das bloß ein kleiner Patzer oder könnten die Pinguine am Ende ins Straucheln geraten? Aufschluss darüber sollte schon die Partie am heutigen Sonntag (18.30) bei den Kassel Huskies geben, die zur echten Nagelprobe werden könnte. KEV-Trainer Igor Pavlov hatte bereits vor dem Wochenende gewarnt, ist sich aber trotz des Rückschlags sicher: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, diszipliniert spielen und mit Tempo die Gegner unter Druck setzen, dann werden wir auch gewinnen.“
Die Favoritenrolle ist auch für den Coach des Gegners klar verteilt. Nach gutem Start hakt es bei den Kassel Huskies, zuletzt setzte es immerhin vier Niederlagen in Serie. Stephane Richér: „Es wird ein sehr hartes Spiel weden, aber wenn wir über 60 Minuten konzentriert und diszipliniert spielen, ist mit der Unterstützung unserer Fans eine Überraschung möglich.“
Verzichten müssen die Krefelder dabei weiterhin auf die schulterverletzten Boris Blank und Philip Riefers. Trotz vollgepackten Terminkalenders sind auch die Föderlizenz-Spieler André Hübscher und Michael Endraß an Bord. Nach dem Donnerstags-Match war das Duo am Freitag noch für den Kooperationspartner Landshut Cannibals im Einsatz, konnten aber auch keinen Erfolg verbuchen und verloren beim EHC München mit 0:3.
