Das weiß natürlich auch der Schweizer Peter Jörg, der nach seinen Triumphen in den Jahren 2003 und 2005 antritt, um endlich den dritten Sieg perfekt zu machen.
Im Vorjahr musste sich der Eidgenosse noch hauchdünn geschlagen geben. Erst im letzten Rennen zog Timo Scholz überraschend an Jörg vorbei und gewann den Titel.
In diesem Jahr soll es umgekehrt laufen. Der Steherspezialist aus der Schweiz setzt dabei wieder auf seinen Landsmann Rene Aebi als Schrittmacher. Ein bewährtes und eingespieltes Duo. Die Erfolgsbilanz des 36-Jährigen ist eindrucksvoll. Dreimal wurde Peter Jörg Schweizer Meister der Steher, 2007 wurde er Europameister der Steher im holländischen Alkmaar. Wo er seinen Titel nur zu gerne verteidigen würde. Direkt nach seinem Besuch in Dortmund wird Jörg nach Nord-Holland reisen. Was auch nötig ist. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h rasen die Radprofis im Windschatten der schweren Steher-Maschinen über die 200 m lange Bahn. Kleinste Fahrfehler werden sofort bestraft. Hier zählt Routine mindestens soviel wie Kraft und Ausdauer. Ein Bahnklassiker, der seit Jahren eine echte Fan-Gemeinde in seinen Bann zieht.
Es muss die Mischung sein aus Benzingeruch, den lauten Motorengeräusche und der extremen Geschwindigkeit, die den Reiz des Championats ausmacht. Seit 1981 wird der Wettbewerb ausgetragen und ist seit 1993 offen für Berufsfahrer und Amateure, die längst keine Rolle mehr spielen im Kampf um den Sieg beim Steher-Championat. Immerhin müssen die sechs Profis allabendlich zweimal auf die Bahn.
