"Ich habe so hart für diesen Kampf gearbeitet. Das ist ganz, ganz bitter", sagte der enttäuschte Olympiasieger von 2004 auf Bild.de. Sein Arzt Sergej Aschipow erklärte: "Bis Ende November kann er nicht trainieren." Am Montag soll eine genaue Diagnose folgen.
"Das ist bitter für einen Boxer, der sich Monate auf einen Kampf vorbereitet. Powetkin ist seit Januar im Wartestand auf einen WM-Kampf", sagte Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer dem sid. Meyer hofft auf ein späteres Duell zwischen seinem Schützling und dem Titelverteidiger: "Wir müssen jetzt gucken, was Familie Klitschko vorhat. Wir sind sicher, dass Alexander Klitschko besiegen würde. Er bringt alles mit, was für Klitschko Gift ist."
Klitschko wird seine WM-Titel der Verbände IBF, WBO und IBO auf jeden Fall zum vorgesehenen Termin in Mannheim verteidigen. Verhandlungen mit potenziellen neuen Gegner laufen bereits. "Es muss ein guter Mann sein. Er wird aus den Top Ten kommen, denn Wladimir verteidigt seine drei Titel. Wir wollen einen Namen haben, der für Qualität steht", erklärte Bernd Bönte, Geschäftsführer der Klitschko Management-Group, dem sid.
Ob der Ukrainer seine Titel freiwillig verteidigt oder eine Pflichtverteidigung bevorzugt, steht nocht nicht fest. Bei einer Pflichtverteidigung müsste der offizielle IBF-Herausforderer Powetkin mindestens neun Monate auf seine nächste Chance warten. Enttäuscht über das vorerst geplatzte Duell war Bönte aber nicht, schließlich werde Klitschko bei seinen Kampfvorbereitungen nicht gestört. "Es ist nicht so, dass Lennox Lewis abgesagt hätte. Den Namen Powetkin kennt man in Deutschland kaum", meinte der Manager: "Powetkin hat gerade einmal 16 Profikämpfe absolviert, wir werden jetzt sicherlich nicht auf ihn warten."
