Die Fans hatten die Mannschaft während und nach der Partie kräftig ausgepfiffen, bei der Landung auf dem römischen Flughafen Fiumicino wurden die Spieler von einer Fan-Gruppe wüst beschimpft. Klubchefin Rosella Sensi erklärte, es gebe keine Entschuldigungen mehr für die schwachen Leistungen der Mannschaft.
Sie beorderte die Mannschaft von Montag an zur Strafe ins Sonder-Trainingslager und warf den Spielern mangelnde Einstellung vor. "Die Spieler müssen zeigen, dass sie am Verein hängen und Respekt vor unseren Fans haben", so Sensi. Scharfe Kritik musste die Mannschaft auch von den Medien hinnehmen. "AS Rom ist eine Mannschaft, die nicht mehr reagiert. Sie ähnelt wegen der perfekten Leere ihres Spiels einem Boot vor dem Untergang. Niemand findet einen Ausweg aus dieser Krise, nicht einmal Kapitän Francesco Totti, der bei der Rückkehr nach langer Verletzungspause nicht eine Fußballmannschaft, sondern deren Parodie wieder gefunden hat", kommentierte die römische Tageszeitung La Repubblica am Montag. Italienische Zeitungen spekulierten bereits über einen Nachfolger Spallettis. Als möglicher Kandidat gilt der zurzeit arbeitslose Ex-Trainer von Inter Mailand, Roberto Mancini. Auch der Ex-Coach der italienischen Nationalelf, Roberto Donadoni, soll im Gespräch sein.
