Hamilton, der sich beim Großen Preis von Brasilien zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten krönen kann, soll mit der geschmacklosen Aktion offenbar nervös gemacht werden. Der 23-Jährige Brite führt die WM-Wertung mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Ferrari-Rivalen Felipe Massa (Brasilien) an. Dem McLaren-Mercedes-Piloten würde schon ein fünfter Platz zum Titelgewinn reichen.
McLaren-Mercedes und der Automobil-Weltverband FIA verurteilten die Internetseite. Die FIA verwies auf ihre EveryRace-Kampagne, die im Frühjahr nach rassistischen Übergriffen gegen Hamilton ins Leben gerufen worden war. Auch damals kamen die Anfeindungen aus Spanien. Hamilton wurde bei Testfahrten in Barcelona wegen seiner Hautfarbe in Sprechchören und auf Transparenten beleidigt. Die Spanier machen Hamilton immer noch dafür verantwortlich, dass ihr Landsmann Fernando Alonso im vergangenen Jahr den Titel verpasste. Hamilton und Alonso waren 2007 Teamkollegen, doch der zweimalige Weltmeister verließ die Silberpfeile nach einem Jahr völlig gefrustet und kehrte zu Renault zurück.
