Fünf Partien gab es in der Fremde, alle wurden in den Sand gesetzt. Wobei auch hier der Trend in die richtige Richtung zeigt. In Osnabrück und Nürnberg steigerte sich die Elf von Coach Jürgen Luginger auch auf auswärtigem Geläuf, das soll bei den Münchner Löwen ab 14 Uhr endlich auch belohnt werden.
Der Trainer, der selber vier Jahre in der Jugend für 1860 auflief, legt sich fest: „Wichtig wird sein, genau wie zuletzt aufzutreten. Da hatten wir insgesamt mehr Ballbesitz und Kontrolle.“ Die gegen die Elf von Marco Kurz nicht einfach zu bekommen sein wird, denn „München stellt die Mannschaft der Stunde“, weiß Luginger um den „goldenen Oktober“ der Löwen und den Punktgewinn am Montag in Kaiserslautern: „1860 hat die beste Defensive, die Mischung stimmt. Auf der einen Seite spielen dort viele junge Talente, die schon fast in die Bundesliga gehören. Zudem gibt es auch genügend Routiniers. Wir müssen uns im Vergleich zu Rostock nochmals steigern, wenn wir dort bestehen wollen.“

Will nicht viel ändern: RWO-Coach Jürgen Luginger (Foto: firo).
Zumindest muss Luginger nicht rotieren, denn er wird mit großer Wahrscheinlichkeit die gleiche Elf aufbieten, die zuletzt die Hansa-Kogge versenkte. „Ich habe keinen Grund, großartig was zu verändern“, bestätigt der Ex-Profi.
Gerne würde er zumindest Olivier de Cock in den Kader berufen, doch noch ist es nicht soweit. Denn die Spielerlaubnis für den Neuzugang aus Brügge ist immer noch nicht erteilt, dafür ist aber zumindest etwas Bewegung in den Fall gekommen. Bei RWO hofft man, den Verteidiger in der kommenden Woche gegen Aachen einsetzen zu können. Schriftlich wurde der Vertrag erst am 4. Juli in Belgien aufgelöst (eigentlich muss so etwas bis zum 30. Juni passiert sein), bei RWO baut man aber auf die mündliche Vereinbarung zwischen Brügge und de Cock.
Und die stammt aus dem Juni.
Hans-Günter Bruns, Sportlicher Leiter der Kleeblätter, erklärte: „Brügge hat bestätigt, dass man sich im Juni einig war. Aber weil Brügges Präsident im Urlaub weilte und es so an unterschriftsberechtigten Personen mangelte, wurde das erst am 4. Juli schriftlich fixiert. Jetzt geht dieses Schreiben vom Verein an den belgischen Verband, dann weiter zum DFB. Wir hoffen, die mündliche Vereinbarung wird akzeptiert.“
Bruns ergänzt: „Das ist sehr unglücklich gelaufen. Wir sitzen wie im Wartehäuschen. Jetzt muss das durch alle Instanzen.“ Sollte es einen negativen Bescheid gaben, von dem Bruns nicht ausgeht, bleibt de Cock aber wohl weiter bei RWO: „Wir wollen ihn so oder so verpflichten. Wenn es nicht klappt, dann unterschreibt er eben ab dem 1. Januar 2009 bei uns.“
Dann vielleicht zusammen mit Markus Heppke. RWO wollte den Offensivmann von Schalkes U23 schon im Sommer, vor einigen Wochen stellte er sich bei RWO zur Probe vor. In Oberhausen würde man einem möglichen Wintertransfer sicher zustimmen, wenn das wirtschaftlich darstellbar ist. Vor ein paar Tagen gab es daher ein Telefonat mit Schalkes Manager Andreas Müller.
Auf der anderen Seite müsste man sich aber wohl auch von dem einen oder anderen Kicker trennen. Erster Kandidat bleibt da sicher Jens Robben. Generell könnte sich im neuen Jahr beim Personal noch etwas tun, denn ab Januar 2009 hat man bei RWO vor, neue Testspieler einzuladen.

