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Köln: Arbeitssieg und Kunstturnen - Der 11.11. kann kommen
Minimalisten lassen 45.000 Jecken schunkeln

Der 11.11. kann kommen, ganz Köln hat sich am Freitag auf die am Dienstag startende Karnevalssause eingestimmt.

Denn die Minimalisten der Liga haben wieder zugeschlagen. 19 Punkte mit 13 erzielten Treffern, viel effizienter kann man sich kaum präsentieren. Nach knapp einem Drittel der Spielzeit haben die Jungs von Coach Christoph Daum bereits einen stattlichen Abstand zu den Kellerplätzen, dementsprechend fiel der Jubel der knapp 45.000 schunkelnden FC-Anhänger nach dem Arbeitssieg gegen Hannover aus.

Denn kurz vor dem Beginn der fünften Jahreszeit hatte auch der Fußballgott ein Einsehen und wollte die Festlichkeiten nicht mit einem Nackenschlag beginnen lassen. Denn sowohl das abgefälschte Siegtor von Wilfried Sanou als auch die Aluminium-Treffer von Hanno Balitsch und Szabolcs Huszti und der nicht gegebene Elfmeter nach einem Handspiel von Pierre Womé untermauerten, die Kölner hatten am Freitag nach dem Rückstand durch Jan Schlaudraff auch den nötigen Dusel auf ihrer Seite. Was nach dem Match aber keinen interessierte. Denn den knapp 45.000 FC-Jecken war einfach nur nach Feiern zu Mute. Speziell der Kunstturner Sanou und der Ausgleichs-Torschütze Pedro Geromel strahlten bei der Analyse um die Wette.

Wilfried Sanou bei seinem Turnvortrag nach dem 2:1 gegen Hannover (Foto: firo).

Sanou, der seinen Treffer mit mehreren Saltos feierte, betonte: „Ich kam rein, habe das Tor gemacht, das war sehr gut für mich und die Truppe. Der Trainer hat mir gesagt, er ist von meinen Qualitäten überzeugt.“ Mit Blick auf seine Fähigkeiten im Turnbereich klärte der Neuzugang aus Freiburg auf: „Ich mache seit 15 Jahren viel Gymnastik, da muss niemand Angst um mich haben.“

Der eine Einkauf traf zum Endstand, ein anderer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Und zwar Pedro Geromel, der wohl beste Zugang der Kölner seit Ewigkeiten. Hinten die Zuverlässigkeit in Person, jetzt auch vorne erfolgreich. Mit Hilfe seines Dolmetschers gab der von der Anhängerschaft bereits zum Fußballgott mutierte Brasilianer zu Protokoll: „Ich freue mich über mein Tor, wichtig war aber nur der Erfolg für die Mannschaft. Klasse, wie wir die Partie drehen konnten. Auch ein Dank an die Fans, die uns auch nach dem 0:1 den Rücken gestärkt haben.“

Und die jetzt ausgelassen Karneval feiern. Während Sanou mit diesem Brauch nicht wirklich viel am Hut hat, erklärt Geromel: „Alle sprechen hier immer davon. Ich warte einfach ab, was auf mich zukommt.“ Auf jeden Fall eine Stadt im Ausnahmezustand und mit Sicherheit wird man hier und da auch einen FC-Profi entdecken. Denn Daum legte sich fest: „Ich werde den Spielern auch die Freiräume geben, den Karneval mitzuerleben. Der Kölner Karneval ist etwas einmaliges, darauf können wir stolz sein.“

Stolz ist Daum auch auf seine Mannschaft, denn ein Faryd Mondragon lief trotz muskulärer Probleme auf, daher ließ er die Bodenabstöße von den Kollegen ausführen. Daum: „Ich danke allen, die sich so für den FC einsetzen. Am Freitag hat Faryd uns am Ende mit seiner Parade gegen Huszti sogar noch den Sieg gerettet. Vorher war es ein Milivoje Novakovic, der sich trotz großer Probleme zur Verfügung stellte. Wir könnten auch noch andere nennen. Und nur so kann man Erfolg haben. Wie gegen Hannover, da haben wir uns im Laufe der Partie die Lücken erzwungen. Ich bin hochzufrieden.“

Was beinahe auch für seinen Kollegen Dieter Hecking galt, der bilanzierte: „Das Match hat von draußen viel Spaß gemacht. Wir haben 40 Minuten alles richtig gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Trotzdem kann man am Ende von einem verdienten Erfolg für den FC sprechen.“ Der am Dienstag zum zweiten Mal begossen wird.

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