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MSV: Trainersuche geht weiter, Spekulationen um Augenthaler
Luhukay kommt nicht zum MSV

Am Tag nach der Trennung von Rudi Bommer hat beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg die Suche nach einem neuen Trainer begonnen.

Ein Kandidat wird nicht kommen. Jos Luhukay will derzeit nicht wieder ins Trainingsgeschäft einsteigen.

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Der triste Novembertag passte so recht in die Befindlichkeiten der Zebras. Katerstimmung allenthalben. Am Morgen packte Rudi Bommer, der Sonntag nach der Niederlage gegen Ahlen beurlaubt worden war, seine Sachen und verabschiedete sich von der Mannschaft. „Wichtig ist jetzt der Verein, ihr müsst alles für den MSV tun”, gab er seinen Ex-Spielern mit auf den Weg. „Schade ist, dass ich nicht mehr dabei bin.”

Herzliche Begleittöne schickte auch Vorstandsvorsitzender Walter Hellmich. „Die Trennung von Rudi Bommer ist menschlich sehr schmerzhaft. Aber wir müssen die Situation als neue Chance begreifen und in Duisburg wieder eine Aufbruchstimmung erzeugen.”

MSV-Präsident Walter Hellmich will wieder Aufbruchstimmung erzeugen (RS-Foto: firo).

Genau darin liegt die Crux der Angelegenheit. Denn junge und beim MSV neue Spieler wie Marcel Heller wurden von der negativen Stimmung im Fanlager völlig überrascht. „So etwas habe ich noch nicht erlebt”, erklärte die Leihgabe von Eintracht Frankfurt. Selbst Duisburgs Sportdirektor Bruno Hübner musste eingestehen, „dass ich eine derart vergiftete Atmosphäre bislang nicht kannte. Das war der blanke Hass.”

Der 47-Jährige würde den Neuanfang beim MSV gern mit einem erfahrenen und gestandenen Trainer gestalten, was aber nach Lage der Dinge kein einfaches Unternehmen werden dürfte.

In der näheren Zukunft liegt die Verantwortung bei Co-Trainer Heiko Scholz, der beim MSV bereits zweimal als Interimslösung einsprang und sich „den Job durchaus zutrauen würde”. Erste Maßnahmen traf er bereits am Montag. Trainingsfreie Tage gibt es beim MSV vorerst nicht mehr, denn, so Scholz, „die Spieler sollen beim Laufen und Schwitzen die Köpfe frei bekommen.”

Inzwischen mit in der Verlosung: Klaus Augenthaler (RS-Foto: firo).

Vereinschef Hellmich könnte sich eine Interimszeit mit Scholz für einige Spiele vorstellen, während Bruno Hübner eher einen zeitnahen Neubeginn favorisiert. „Wir brauchen einen starken Mann, der unsere junge Mannschaft sicher durch diese Talsohle führt.” Das hätte seiner Ansicht nach einer wie Jos Luhukay sein können, kürzlich bei Borussia Mönchengladbach entlassen, aber ein Kenner der zweiten Liga. Der Niederländer will auf kurze Sicht aber nicht wieder ins Trainergeschäft einsteigen.

Das Karussell dreht weiter. Als Kandidat wird inzwischen bereits Klaus Augenthaler gehandelt.

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