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Füchse Duisburg: Das DEL-Schlusslicht im RS-Check
„Malochen“ für die Rettung – nur Lang kann punkten

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DEL-Schlusslicht Füchse Duisburg im RS-Check.Die Bilanz: Versiebte Vorbereitung, verpatzter Start, ein Chefcoach Karel Lang, der freiwillig seinen Posten räumte - und der obligatorische letzte Tabellenplatz. Eigentlich sollte alles anders werden, das einzige, das sich geändert zu haben schien, war jedoch das Personal. Und da ohnehin alles beim Alten blieb, installierte EVD-Boss Ralf Pape kurzerhand den alten Trainer als Neuen. Mit der Rückkehr von Didi Hegen ging dann aber plötzlich der Erfolg einher, sogar den letzten Tabellenplatz konnten die Füchse zwischenzeitlich verlassen. Doch nach kurzem Zwischenhoch ist wieder alles beim Alten. Zum Sankt-Martins-Fest halten die Wedaustädter die Rote Laterne fest umklammert. Zudem offenbarte ein Laktattest, was längst alle ahnten: Nicht nur in der Tabelle hecheln die Duisburger der Konkurrenz hinterher, auch im konditionellen Bereich sind die Füchse nicht konkurrenzfähig.

Das macht Mut: Die positiven Erscheinungen der ersten Wochen gestalten sich sehr übersichtlich. Einzig die kleine Serie von vier Siegen in fünf Spielen Ende September/Anfang Oktober sowie die fast durchweg starken Auftritte von Torwart Lukas Lang stimmen.

Die größte Enttäuschung: Ganz egal, wo man ansetzt. Auf dem Eis konnte neben Lang kaum ein Akteur die Erwartungen erfüllen. Einzig die Quote von Alexander Selivanov liest sich mit 13 Punkten aus 17 Spielen ganz manierlich, wenn die Leistung auf dem Eis auch zu selten dazu passte. Kapitän Jean-Luc Grand-Pierre (Plus/Minus-Wertung: -20) scheint seine einst so geschätzen Qualitäten in den USA abhanden gekommen zu sein. Die anderen Übersee-Importe (Rick Berry, Grant Potulny, der sich schon wieder verabschiedet hat) haben sie sich offensichtlich auch nicht eingesteckt. Doch auch hinter den Kulissen wurde geschlampt, die „Stars“ wurden in der Vorbereitung an der viel zu langen Leine gehalten, die Quittung flatterte nun in Form eines katastrophalen Laktattests ‘rein.

Mann der Stunde: Der einzige „Gewinner“ der bisherigen Saison ist Lang. Von den meisten vor der Saison hinter Ilpo Kauhanen gesehen, verdrängte der 22-Jährige den Routinier und hat, spätestens nach Kauhanens glücklosem Kurzauftritt gegen Hannover, im Tor die Nase vorn, in der Gunst der Fans sowieso.

Der Aufreger: Das Saisonmotto: „Malochen für Duisburg!“ Angesichts der gezeigten Leistungen ein komplettes Eigentor. Vorläufiger Tiefpunkt ist der Laktattest, mit dem sich die Füchse ligaweit zur Lachnummer machten. Dass Pape nun sogar rechtliche Schritte gegen seine Spieler erwägt, zeichnet ein ziemlich genaues Bild des körperlichen Zustands einiger Akteure, der mit dem eines Profisportlers herzlich wenig zu tun hat.

Das sagen die Fans: Die verbliebenen Anhänger haben sich eigentlich eine Tapferkeitsmedaille verdient. Stattdessen organisieren sie Sammelbestellungen für Rote Laternen. Humor soll ja sein, wenn man trotzdem lacht. Fest steht aber auch: Lange werden sich die Anhänger dieses Schauspiel nicht mehr bieten lassen, sollte sich nicht bald Besserung einstellen, kann Pape wohl bald alle Zuschauer per Handschlag begrüßen.

So geht‘s weiter: 18 Spieltage haben die Wedaustädter hinter sich, statt nun ein paar freie Tage zu genießen, versucht Hegen, seine Mannschaft auf ein annähernd konkurrenzfähiges Niveau zu schleifen. Ob sich die konditionellen Versäumnisse der Vorbereitung überhaupt aufholen lassen, bleibt abzuwarten. Erfolgserlebnisse müssen sich aber schnell einstellen. Denn eigentlich hilft dem Schlusslicht nur noch eine Serie, um die Saison überhaupt noch zu retten, ansonsten geht es, mal wieder, nur um die edelmetallene Tropenfrucht.

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