„Das war ohne Zweifel ein sehr schweres Spiel für uns“, bilanzierte ein wie immer sachlicher RWE-Coach Michael Kulm die 90 Minuten vor 8034 Zuschauern an der Hafenstraße. Der A-Lizenz-Inhaber weiter: „Gladbach war in den letzten sechs Partien ungeschlagen, gegen eine solchen Gegner muss man erst mal drei Tore erzielen.“
Zunächst traf jedoch das Fohlen Moses Lamidi, der zwar nicht das Wasser teilte, aber die Essener Defensivkette schlecht aussehen ließ (8.). Kurz vor der Pause glich Robert Mainka aus (42.), nach der Pause sorgte Silvio Pagano endlich mit seinem ersten Saisontor für die 2:1-Führung (53., abgefälscht). Torjäger Sascha Mölders erzielte den 3:1-Endstand nach einer schönen Flanke von Jozef Kotula. Horst Wohlers, Trainer von Borussia Mönchengladbach redete auch nicht um den heißen Brei herum: „Der Sieg von Rot-Weiss Essen geht absolut in Ordnung, wir können uns mit RWE nicht vergleichen.“
Essens Keeper Andre Maczkowiak hatte in Minute 29 einen absolut überragenden Auftritt gegen einen starken Schlenzer von Gladbachs Christian Schlösser. Kulm: „Durchaus eine Schlüsselszene: „Was keiner weiß, was es gegeben hätte, wenn zu diesem Zeitpunkt das 0:2 gefallen wäre.“ Was aber nicht verzeichnet wurde.
Essens Weg durch die Liga führt nun nach Köln ins dortige Südstadion, wohin die Partie gegen die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen ausgelagert wurde. Deren 1:5 in Münster und das vorherige 0:3 in Worms nimmt Kulm durchaus nachdenklich zur Kenntnis: „Bayer wird sich seine Gedanken machen, wenn man in den letzten zwei Spielen so viele Gegentore kassierte.“
Kulm, wenigstens bis Samstag-Nachmittag Tabellenführer, ebenfalls - genau wie Mölders: „So sind halt die Amateure, einmal mit Top-Leistungen und einmal mit eher schwachen Phasen.“ RWE will die schwache Phase von Bayer am kommenden Samstag verlängern. Denn eines hat Kulm ausdrücklich entdeckt: „Man kann bei uns durchaus von Konstanz sprechen, wir setzen das um, was wir uns erarbeiten.“






















