Was nur in Teilen für die Verantwortlichen gilt, denn die müssen die Hinserie analysieren und gegebenenfalls Schlüsse ziehen, wie sie den Kader weiter optimieren können.
So auch bei RWO. Oliver des Cock ist bereits da und ab dem 1. Januar 2009 spielberechtigt. Für das offensive Mittelfeld wird gesucht, ein aussichtsreicher Kandidat ist Schalkes Markus Heppke, der Oberhausen als seine erste Adresse bezeichnete. Generell betont Oberhausens Sportlicher Leiter Hans-Günter Bruns: „Wir sind dabei zu schauen, was wir machen könnten oder sollten. Wir beobachten einige Spieler, aber noch steht nichts fest. Wir wollen nur für den Fall gerüstet sein, dass wir etwas machen müssen. Und das werden wir auch sein.“
Wobei vor allem im Sturm ein Nachlegen erwartet werden darf, schließlich gibt es dort mit Felix Luz und Christopher Nöthe zwei Langzeitausfälle. Bruns: „Diese Position haben wir stark im Auge. Es ist nicht ganz absehbar, wann Felix wieder da ist. Daher schauen wir in dem Bereich am vorrangigsten.“
De Cock schon da, zwei weitere Stellen im Auge, da stellt sich natürlich auch zwangsläufig die Frage, was passiert in Sachen Abgängen? Speziell die Namen David Müller, Musa Celik, Jens Robben (eine Offerte aus Osnabrück wurde dementiert) oder Tuncay Aksoy stechen dabei ins Auge.
Zuletzt hatte das Quartett wenig Beachtung gefunden. Bruns legt sich mit Blick auf das eigene Personal ganz klar fest: „Wir werden hier niemanden weg schicken. Alle haben einen Vertrag. Sollten allerdings Spieler zu mir kommen und sagen, sie möchten nicht hier bleiben, dann können wir sprechen. Denn ich lege niemandem Steine in den Weg, wenn er denkt, er hätte bei einem anderen Club eventuell eine bessere Perspektive. Für so etwas habe ich Verständnis.“
Zusatz vom Ex-Profi: „Bisher ist aber nur einer zu mir gekommen.“ Und das war nach RS-Infos Aksoy, der wohl mit einem Wechsel im Winter liebäugelt. Bruns: „Dann muss man sehen, was geht. Ich bin immer für offene Gespräche.“ Doch vor den ganzen Entscheidungen steht am Sonntag die wichtige Partie in Wehen an. Und Bruns erklärt: „Für mich ist das die schwierigste Partie, weil jeder etwas erwartet. Ich wäre schon froh, wenn wir dort nicht als Verlierer vom Platz gehen würden.“

