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Judo: Masters in Gelsenkirchen mit Premiere im Damen-Feld
„Offen für die ganze Familie“

Es ist angerichtet! Am Samstag, 22. November, lädt der Judoclub Koriouchi Gelsenkirchen bereits zum 18. Mal zu den Judo Masters Open. Im Sportzentrum Schürenkamp (Grenzstr. 1) wird es wie in den vergangenen Jahren eine abwechslungsreiche und hochklassige Tagesveranstaltung geben, die in diesem Jahr Premiere feiert:

Waren die Frauen bislang nur als Zuschauer in der Halle, werden sie in der Klasse bis 63 kg diesmal selbst auf der Matte stehen. Die Gewichtsklasse bis 57 kg musste bei nur zwei Meldungen abgesagt werden.

„Dieser Wettkampf muss sich bei den Kämpferinnen auch erst einmal etablieren“, weiß JC-Vizepräsident Erhan Baz und hofft auf den Schneeballeffekt. „Wenn sich die sensationelle Stimmung bei uns in der Halle in der Szene rumspricht, dann können wir im kommenden Jahr vielleicht schon wieder mehr Damen begrüßen.“

Zum Auftakt stehen aber zunächst die Junioren im Blickpunkt: Ab 11 Uhr tragen die U 14-Kämpfer den NWJV-Jugend-Cup Westfalen-Rheinland aus.

Ab 14.15 Uhr fällt dann der Startschuss für die Masters Open. Gekämpft wird im Pool-System, ob jeder gegen jeden antreten muss, wird sich erst mit dem endgültigen Starterfeld entscheiden. „Es ist uns ja schon häufiger passiert, dass am Wettbewerbstag noch ein oder zwei Judoka absagen, deshalb warten wir das noch ab“, erklärt Koriouchi-Präsident Reinhard Woelk und schiebt nach: „Die Fans in der Halle wollen natürlich gute und spannende Kämpfe sehen. Deshalb wollen wir ihnen die Topleute so oft wie möglich präsentieren.“

Der Sieger in jeder Gewichtsklasse darf sich neben den Sympathien des Publikums auf 1000 Euro Preisgeld freuen. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 500 bzw. 250 Euro.
Bei der Damen-Premiere übernimmt Sponsor Meditüv Rhein-Ruhr die Prämie für den zweiten Platz. „Fairness und Intelligenz machen diese Sportart aus, da sind wir gerne unterstützend aktiv. Bei uns hat diese Veranstaltung ja mittlerweile schon Tradition“, erklärt Kundenbetreuer Horst Hilsemer.
Über die Gagenexplosion in anderen Ländern kann Woelk nur lachen: „Wir waren das erste Judo-Preisgeldturnier in Europa. In Moskau werden mittlerweile eine Million Euro ausgeschüttet. Diese Entwicklung ist einfach unglaublich.“

Auf den Olympiasieger Ole Bischoff muss das Gelsenkirchener Publikum in diesem Jahr allerdings verzichten. Woelk: „Ich habe mit ihm telefoniert, aber er bekommt am Freitag das Silberne Lorbeerblatt in Berlin verliehen. Und den Stress mit der langen Anreise will er sich lieber nicht antun.“ Außerdem hätte der „Goldjunge“ wohl auch Probleme, so schnell in die Gewichtsklasse bis 81 kg zu passen.

Dass die Judo Masters in Zukunft noch einmal in den offiziellen Judo-Kalender aufgenommen werden, zeichnet sich zur Zeit nicht ab.

„Das war anfangs sicherlich unser Ziel, aber organisatorisch lässt sich das überhaupt nicht bewerkstelligen. Bei einem A-Turnier müssen alle Gewichtsklassen antreten, das könne wir mit unseren Mitteln nicht stemmen“, betont Baz und fügt an: „Wir wollen vor allem offen für alle Sportinteressierten bleiben und ein tolles Programm für die ganze Familie auf die Beine stellen. Den Anfang haben wir mit dem Junioren-Cup bereits gemacht, mal schauen, was in Zukunft noch möglich ist.“
Ob sich Titelverteidiger Christoph Lambert die Ehre geben wird, entscheidet sich erst kurzfristig. „Ein Kämpfer wie Christoph hat natürlich auch das Sonderrecht, sich noch ganz schnell für das Turnier zu melden“, schmunzelt Woelk.

Mit erwarteten Zuschauerzahlen ist man in Gelsenkirchen lieber vorsichtig, zumal sich einige Fans am Samstag in die Veltins-Arena aufmachen werden, um den FC Schalke gegen Mönchengladbach zu sehen. „Das kostet uns natürlich einige Besucher, aber wenn man sich beeilt, kann man pünktlich zum Finale im Sportzentrum sein“, gibt Woelk den „Königsblauen“ mit auf den Weg. Das Finale startet um 18 Uhr, um 19.30 geht der Turniertag mit der Siegerehrung zu Ende.

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