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Werder will bei Famagusta vorzeitiges Aus abwenden
Fritz vor dem Comeback

Sonnenschein und blauer Himmel auf Zypern, aber keine Ferienstimmung bei Werder Bremen: Die sommerliche Witterung bei der Ankunft auf der Urlaubsinsel war den Spielern des deutschen Vize-Meisters herzlich egal. Denn für die Hanseaten geht es heute (20.45 Uhr MEZ/live bei Premiere und Sat.1) in der Champions League ums nackte sportliche Überleben. Trainer Thomas Schaaf knochentrocken: "Wenn wir nichts holen, sind wir raus."

Eine Niederlage beim zyprischen Meister Anorthosis Famagusta und ein gleichzeitiger Sieg von Panathinaikos Athen bei Inter Mailand wäre gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Ausscheiden in der "Königsklasse", dann sogar erstmals ohne die Lizenz zum Weiterspielen im UEFA-Pokal. "Wir wollen aber noch weiterkommen und glauben auch daran", sagt Nationalspieler Torsten Frings.

Es wäre ein wichtiges Lebenszeichen für die Norddeutschen, die spätestens nach der 1:2-Niederlage im Bundesliga-Nordderby beim Hamburger SV auf Wochen hinaus im grauen Mittelmaß der Liga feststecken. Ein Spiegelbild der Situation in der Champions League, wo die Bremer in einer der leichtesten Vorrundengruppen nach vier von sechs Spieltagen immer noch keinen einzigen Sieg eingefahren haben.

Genau den hält Schaaf im GSP-Stadion von Nikosia aber durchaus für möglich, obwohl die Platzherren seit Januar 2007 in 41 Pflichtspielen ungeschlagen sind und selbst Tabellenführer Mailand vor drei Spieltagen ein 3:3 abtrotzen konnten: "Auswärts haben wir immer gut gespielt. Nur die 0:3-Heimniederlage gegen Athen war eine große Enttäuschung."

Ähnlich beurteilt Mannschaftskapitän Frank Baumann die Situation. "In der Fremde haben wir uns zuletzt besser behauptet", verweist der Ex-Nationalspieler beispielsweise auf das 1:1 in Mailand. Dennoch: Der letzte Auswärtssieg der "Schaaf-Herde" in der "Königsklasse" liegt mehr als zwei Jahre zurück.

Zumindest personell hat sich die Situation beim Bundesliga-Neunten ein wenig entspannt. Nationalspieler Clemens Fritz absolvierte das Abschlusstraining nach auskuriertem Muskelfaserriss ohne Probleme und könnte auf der linken Außenbahn in die Mannschaft zurückkehren. Vor einem Einsatz steht auch der in der Bundesliga noch gesperrte U21-Auswahlspieler Mesut Özil. Kurzfristig abmelden musste sich Ergänzungsstürmer Boubacar Sanogo mit einer fiebrigen Angina.

Die Zyprer, als krasser Außenseiter gestartet, träumen mittlerweile sogar vom Einzug ins Achtelfinale. Coach Temuri Ketsbaja: "Wir sind nach harter Arbeit in die Gruppenphase gekommen und wollen mit spielerischer Cleverness überleben. Dass wir zu Recht dabei sind, haben wir aber eigentlich jetzt schon bewiesen."

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