„Wir sind heiß auf Elversberg“, spricht der Mittelfeldakteur für die Mannschaft. Auch rein mathematisch: „Wir wollen unsere Serie weiterführen.“ Vier ungeschlagene Matches, das fünfte soll gegen die Auswahl aus dem 8000 Einwohner-Städtchen folgen.
Mit Kühne, das sollte klar sein, aber wer spielt an seiner Seite? „Egal“, gibt er sich diplomatisch, „Hauptsache das Team hat Erfolg.“ Alles davon abhängig, ob Kulm David Czyszczon wieder in die Viererkette packt, dafür Michael Lorenz als Kühne-Pendant sieht. Dafür würde Michel Harrer auf die Bank wandern. „Stefan kann sich an einigen Partnern erfreuen“, grinst Kulm, wobei Kühne den Ball zurück spielt. „Wer weiß, ob ich auflaufe.“ Seine Rolle wird offensiver interpretiert, wenn Lorenz dabei ist, defensiver, wenn Harrer zockt. „So sieht es aus“, bestätigt der 28-Jährige.
Drei Treffer erzielte der 1,86 Meter-Mann bereits nach zwei Spieltagen, eine Quote, die er immer wieder serviert bekommt. „Es ist nicht richtig“, legt sich Kulm fest, „ihn ständig darauf festzunageln.“ Weil Kühne nicht der klassische offensive Mittelfeldakteur ist. Der gibt zu, gegen Trier „eine katastrophale Leistung“ abgeliefert zu haben, beim Begriff „Leistungstal“ wird er aber hellhörig und fragt nach, was damit gemeint sei. „Klar ist doch, ich bin auch nur ein Mensch, und mache Fehler. Es geht nur, wenn man immer weiter an sich arbeitet.“
Außerdem, Kulm ergreift bewusst Partei: „Ist gerade ein Sechser wie Stefan auch immer abhängig von der taktischen Marschroute.“ Für Kulm hat sich Kühne „stabilisiert.“ Und muss nicht immer „durch Treffer glänzen.“ Was Sascha Mölders macht. Kulm: „Wichtig ist, diese Chancen, die verwertet werden, muss das Team erst einmal erarbeiten.“ Wie Freitag gegen Elversberg.

