"Für uns war das kein Angebot, sondern ein Ultimatum", erklärte Kohl, "diese fragwürdige Vorgehensweise hat Universum Box-Promotion und Felix Sturm nicht gefallen."
Sauerland Event hatte das Angebot am vergangenen Mittwoch offenbar mit gleicher Post an Universum und die Bild-Zeitung geschickt und den Hamburgern eine Woche Zeit für eine Entscheidung eingeräumt. Der Fight der beiden deutschen Mittelgewichtsweltmeister in den Verbänden WBA bzw. IBF sollte demnach bei Sauerlands TV-Partner ARD im Fernsehen gezeigt werden und nicht im ZDF, das mit Universum zusammenarbeitet.
Die Chance auf eine Titelvereinigung zwischen dem Leverkusener und dem Berliner war immer gering, obwohl beide Boxer mehrmals offiziell ihre Bereitschaft zu dem Kampf erklärt hatten. Durch die Verträge mit konkurrierenden TV-Sendern, Gagenforderungen um rund drei Millionen Euro pro Boxer und dem drohenden Verlust des WM-Titels für einen der beiden sprachen zu viele geschäftliche Gründe gegen das sportlich notwendige Duell.
Mit dem Argument des "fragwürdigen Vorgehens" hat Kohl nun einen eleganten Weg gefunden, dem Kampf aus dem Weg zu gehen. "Wir werden vorerst keine Verhandlungen mit Arthur Abrahams Team aufnehmen. Leider müssen sich die Fans etwas gedulden", ließ Kohl mitteilen. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass der Kampf ebenso wie einst der Fight zwischen Dariusz Michalczewski und Henry Maske nie zustandekommt.
U
niversum will nun die Verhandlungen um eine Titelvereinigung mit dem amerikanischen WBC/WBO-Weltmeister Kelly Pavlik vorantreiben. Allerdings steht auch Sauerland bereits seit einem Jahr in Verhandlungen mit Pavliks Promoter Bob Arum.
K.o. für Kampf zwischen Sturm und Abraham
"Das war kein Angebot, sondern ein Ultimatum"
RevierSport Fussballbörse
Top Artikel
