Nur ein Mann konnte die Ansprüche erfüllen. Und das war Keeper Sören Pirson, der in seinem ersten Einsatz von Beginn an ruhig und souverän wirkte und RWO überhaupt erst in der Partie hielt. Denn die ersten beiden dicken Chancen der Duisburger konnte er vereiteln, danach musste er mit ansehen, wie die Kugel drei Mal hinter ihm einschlug.
Wobei Pirson keine Schuld traf, daher kann das Fazit gezogen werden: Der Ersatz für Christoph Semmler hat das Vertrauen zurück gezahlt. Das sieht auch Trainer Jürgen Luginger so: „Er hat sich gut präsentiert, es war leider für ihn eine undankbare Partie. Was zu halten war, hat er auch gehalten. Schön, dass er sofort von den Fans akzeptiert wurde.“
Denn nach dem zweiten erstklassigen Reflex skandierte die Kurve Pirsons Namen, der betonte: „Das habe ich mitbekommen und solche Dinge geben einem natürlich noch zusätzlich Selbstvertrauen.“ Was sich positiv auf die Leistung auswirkt, die muss er auch weiter bringen. Denn in Zukunft sollen sich in Oberhausen gleich drei Schlussmänner um den Posten zwischen den Pfosten bewerben. Bei RWO Semmler, Pirson und ein noch gesuchter Mann. Der weiter Jonas Deumeland heißen könnte.Bis Samstag stellte sich der Torwart, der seinen bis 2011 datierten Vertrag in Wolfsburg auflöste, vor. Luginger: „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen. Aber wir schauen uns auch noch weiter um.“
Dabei gibt es keinen Zeitdruck, schließlich sind fast alle Torhüter unter Vertrag und daher erst ab dem 1. Januar 2009 spielberechtigt. „So sieht es aus“, bestätigt Luginger, „klar ist, Jonas hat es bei uns gefallen, die Vorstellungen werden nun ausgetauscht. Auf jeden Fall soll der neue Mann schon ein paar Einsätze vorweisen können. Am liebsten wäre uns ein junger Kandidat, der schon etwas Erfahrung besitzt. Bei der Suche setzen wir uns nicht unter Druck.“

