„Von meiner Seite aus spricht nichts dagegen, dass ich gegen Kaiserslautern wieder dabei bin.“
Peter Neururer will sich aber noch nicht festlegen, ob Schlicke für Adam Bodzek ins Team rücken wird. „Wenn die Entzündungswerte bei Björn in Ordnung sind, ist er auf jeden Fall im Kader, denn auf so einen Mann können wir nicht verzichten.“ Sein Zusatz: „Björn hat drei Kilo verloren und ich muss mir erst noch ein genaues Bild von seiner Leistungsstärke machen.“
Gute Karten auf einen Kaderplatz hat auch Rotsünder Gregory Christ, der wieder spielberechtigt ist. „Er hat im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen und wird dabei sein“, macht der Fußballlehrer klar.
Auch Sandro Wagner, der in Oberhausen nicht im Kader war, ist nicht raus. „Er hat großes Talent“, weiß Neururer. „In seinem Alter ist es allerdings normal, dass man unter Formschwankungen leidet. Er ist aber dabei.“
Rausgekegelt hat sich derweil Ibrahim Salou, dem beim Spiel der Reserve gegen Gütersloh der Kragen platzte. Wegen Nachtretens sah er die Rote Karte und wurde für drei Spiele gesperrt: „Das bedeutet aber nicht, dass er im Winter gehen muss“, hat Neururer von seinem Stürmer, der gestern mit zahlreichen Fallrückziehern glänzte, dennoch einen positiven Eindruck: „Er ist unser Klaus Fischer, nur farbig“, lacht der Coach.
Derweil will er sich bei einer Frage nicht festlegen. Wer schießt die Elfer? „Es ist Unsinn, jemanden zu bestimmen. Derjenige, der sich sicher fühlt, soll antreten.“
Nach dem Match gegen Osnabrück hat Neururer seine Qualitätsbeschreibung des Kaders angekündigt. Simon Terodde und Mirko Boland sollen aber bereits im Winter ausgeliehen werden, um bei einem Drittligisten Spielpraxis zu sammeln.
Nachgefragt
Olcay Sahan, der Knoten ist gegen RWO geplatzt. Was erwarten Sie von den letzten beiden Spielen gegen Kaiserslautern und Osnabrück?
Mindestens vier Punkte. Ich denke, dass es besonders gegen Lautern ein offenes und torreiches Match geben wird, weil sich die Pfälzer nicht hinten rein stellen werden. Aber diese Spielweise kommt uns entgegen, deshalb müssen wir uns sicherlich nicht verstecken, sondern den Vorsprung weiter verringern.
Peter Neururer hat der Mannschaft eingebläut, dass der Derby-Dreier Pflicht war. Sehen Sie das genauso?
Ja, natürlich. Wir haben eine gute Leistung geboten, aber mit Blick auf unsere Ansprüche durfte kein anderes Ergebnis dabei herausspingen.
Apropos Ansprüche. Ist das nach wie vor der Aufstieg?
Wir müssen erst einmal zusehen, dass wir endgültig aus unserem Loch herauskommen. Mit einem Sieg gegen Kaiserslautern können wir bis auf vier Punkte an sie heran kommen. Wenn wir in Osnabrück dann noch nachlegen, sieht die ganze Geschichte schon wieder viel positiver aus. Danach kann man darüber sprechen.

