Gäste-Coach Eric van der Luer sah "nur Kampf", während RWE-Trainer Karlheinz Pflipsen betonte, "stolz auf meine Truppe" zu sein. Wenn man wie die Kaiserstädter nach zuletzt drei Siegen oben dran ist, sieht man alles kritischer, Pflipsen sah sein Team, "das wahnsinnig marschierte."
Der Einsatz stimmte, allerdings war es das achte Match hintereinander ohne Sieg. Schon am kommenden Mittwoch, 10. Dezember, besteht beim Nachhol-Duell (15. Spieltag) gegen Fortuna Köln (Georg Melches-Stadion, 19.30 Uhr) der nächste Handlungsbedarf. Pflipsen: "In dieser Situation ist kein Duell leicht, auch nicht gegen Köln." Was seine Notizen verraten. Pflipsen: "Ein sehr disziplinierter, kompakter Gegner."
Ähnlich wie die Alemannia, die dazu noch heftigere Ambitionen hat. Deshalb reichte van der Luer, der mit Pflipsen zusammen in Aachen spielte, das Remis nicht: "Mein Team ist in der Bewegung nach vorne eigentlich stark, das war gegen Essen nicht der Fall."
Der Holländer, der in seiner aktiven Zeit den Spitznamen "De kleine blonde Dood" (der kleine blonde Tod) trug: "Wir haben das Spiel mit einem Zähler begonnen, genau den haben wir auch mitgenommen." Zu wenig, wie auch Pflipsen, der mit Stürmer Emrah Uzun über eine ausgebliebene Elfmeterentscheidung vor der Pause mutmaßte, für sich dachte: "Chancen waren da, wir hätten den Sieg vielleicht einen Tick mehr verdient gehabt."
