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Zebrastreifen, weiß und blau - der MSV-Fanblog
Wie Hoffenheim, nur ohne Kohle

Auf dem Boden der Tatsachen zurück. Doch noch ist der Aufstieg für die Zebras drin.

Der Blick auf die Tabelle bekommt uns "Zebras" derzeit nicht so gut. Das Ding werde ich mir jedenfalls nicht mehr an den Weihnachtsbaum heften. Selbst wenn wir am Freitag Abend in Osnabrück gewinnen sollten, sind es zur Winterpause nur 24 Zähler auf der Habenseite. Überwintert wird also bestenfalls im frostigen Niemandsland des Rankings. Doch verloren ist noch nichts.

Auf den zweiten Blick gibt es nämlich einige gute Gründe, warum wir am Ende der Saison doch noch eine knackige Aufstiegsfete feiern werden.

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Zugegeben recht spät im Alter von 14 Jahren stand Moritz das erste Mal auf den Treppen des Duisburger Wedaustadions. Die damalige Südgerade gefiel dem Jungen, der 1989 mit seiner Mutter und seinen zwei Geschwistern aus Stuttgart in den "Pott" gekommen war, nicht so recht. Zu kalt, zu nass und viel zu wenig los. Also wechselte Moritz das Terrain. In der legendären Duisburger Nordkurve war es zwar nicht trockener als auf dem alten Platz und selbstverständlich pfiff auch hier der Wind recht frisch, dafür war die Stimmung deutlich besser. Der MSV ist zwar längst zu dem geworden, was sich so harmlos klingend "Fahrstuhl-Mannschaft" nennt, doch Moritz ist den "Zebras" dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - treu geblieben und legt nun wöchentlich in seiner Fan-Kolumne Zeugnis über sein blau-weißes Gefühlsleben ab

Nehmen wir zum Beispiel einmal die „Wintertabelle“ der vergangenen Zweitliga-Runde. Wen finden wir da nach dem 17. Spieltag mit 22 Zählern auf Rang acht? Richtig, die TSG Hoffenheim. Und heute? Der Neuling mischt die Liga auf und kann am nächsten Wochenende sogar die Herbstmeisterschaft einfahren. Nicht das ich jetzt an einen Durchmarsch à la "Hoppscher-Retorten-Truppe" denken würde, dazu sind die Voraussetzungen nun wirklich zu verschieden (hier das ganz große Geld und da, sagen wir mal, bestenfalls weniger davon), nein - allein der Aufstieg wäre für uns alle schon mehr als wir derzeit erwarten können.

Doch wie schon gesagt: Der ist auf jeden Fall noch drin. Beispiel zwei macht das deutlich. Auch der VfL Bochum spielte in der Saison 2001/2002 eine bescheidene Hinrunde, lediglich Platz fünf stand am Ende der ersten Halbserie zu Buche. Ein halbes Jahr später war der VfL wieder erstklassig. Bochums Trainer damals: Peter Neururer.

Bleibt also nur noch die Frage zu klären wen, beziehungsweise was ich mir denn nun an meine blau-Weiße Tanne hängen soll. Wie wäre es zum Beispiel mit einer bunt eingefärbte Glaskugel, verziert mit dem Konterfei von Rudi Bommer? Möchte ich ein einigermaßen besinnliches und frohes Fest haben, werde ich genau diese, zugegebenermaßen auch schon recht schlimme, Variante wählen. Doch wahrscheinlich kommt es anders, denn als Zebra-Anhänger war man ja - und ist es derzeit ganz besonders - auch immer schon ein klein wenig Masochist.

Und als solcher lasse ich den Rudi in der Kiste und hänge mir stattdessen den Hellmich an den Baum (als Bild versteht sich). Wenigstens kann ich mich dann auch über die Weihnachtsfeiertage so schön weiter ärgern, wie ich es in den vergangenen Wochen ein ums andere Mal während der Spiele unseres einst so glorreichen Meidericher SV von 1902 getan habe.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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