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Italien: Vieri will 9,25 Millionen Euro, Rom will neue Stadien
40 Monate Haft für Ex-Fiorentina-Chef Cecchi Gori

Wegen betrügerischen Bankrotts des italienischen Fußball-Klubs AC Florenz muss der frühere Klub-Besitzer Vittorio Cecchi Gori für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Florenz verschärfte durch dieses Urteil die erstinstanzliche Entscheidung um vier Monate.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Medienunternehmer den Klub 2002 mit Betrug zum Schaden der Gläubiger in den Ruin getrieben hat. Wegen Finanzbetrugs war Cecchi Gori im vergangenen Juni zum zweiten Mal verhaftet worden. Er musste mehrere Wochen in Untersuchungshaft verbringen. Wegen des Bankrotts von Fiorentina war Cecchi Gori bereits im Jahr 2002 verhaftet worden. Der AC Florenz war unter dem Schuldenberg zusammengebrochen, den Cecchi Gori verursacht hatte. Der Verein wurde danach vom italienischen Schuhproduzenten Diego Della Valle übernommen.

Vieri will 9,25 Millionen Euro Schadenersatz
Der frühere italienische Fußball-Nationalspieler Christian Vieri zieht gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand vor Gericht. Wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" am Donnerstag berichtete, verlangt der Stürmer vom italienischen Meister und Tabellenführer 9,25 Millionen Euro Schadenersatz und weitere 12 Millionen Euro von der Telecom Italia. Inter hatte eingestanden, Vieri in den vergangenen Jahren bespitzelt zu haben. Vieri behauptet, dass Inter Artikel 27 des Statuts verletzt habe, der Klubs Lauschangriffe und Bespitzelungen der Spieler verbietet.

Die Telefongespräche Vieris seien abgehört worden, um dessen Leben außerhalb des Spielfelds auszuspionieren. Das hatte Inter-Chef Massimo Moratti selbst vor den Ermittlern zugegeben. Vieri wurde mit Hilfe einer Privatdetektei, die Verbindungen zur Telecom Italia hatte, bespitzelt. Der Lauschangriff habe Vieri moralische und finanzielle Schäden zugefügt. Auch sein Image sei beeinträchtigt worden, daher sei die Forderung nach Schadenersatz vollkommen angebracht, sagte Vieris Rechtsanwalt Danilo Buongiorno. Nach der Affäre leide Vieri an Depressionen.

AS Rom und Lazio Rom wollen neue Stadien bauen
Die italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom und Lazio Rom planen am Rande der Metropole den Bau neuer Stadien. Das berichtete die italienische Sporttageszeitung Corriere dello Sport. In den kommenden Wochen wollen die Klubs ihre Entscheidungen über die jeweiligen Gelände treffen. Die Vereine erwarten durch die Lage ihrer künftigen Arenen an der Peripherie der "Ewigen Stadt", dass bei den Spielen keine Sicherheits- und Verkehrsprobleme mehr wie momentan durch die zentrale Lage ihrer gegenwärtigen Spielstätte Olympiastadion aufkommen.

Roms Bürgermeister Gianni Alemanno hofft auf eine Fertigstellung der Bauprojekte in den nächsten drei Jahren. Der AS Rom hat bereits eine römische Baugesellschaft als Partner für das Projekt gewählt. Auch ausländische Investoren sollen sich an dem Bau beteiligen. Die Arena soll in Erinnerung an den verstorbenen Roma-Präsidenten `Franco-Sensi-Stadion´ heißen. Das Stadion soll zu einem Treffpunkt für die Römer in der Freizeit werden und Fußball-Fans auch mit Restaurants, Geschäften und Fitnesszentren locken. Der Klub will sich durch den Neubau auch die jährliche Nutzungsgebühr für das Olympiastadion von zwei Millionen Euro sparen. Auch Lazio hegt ehrgeizige Projekte.

Das künftige "Stadio delle Aquile" mit 50.000 Plätzen soll an der nördlichen Peripherie Roms entstehen und 500 Millionen Euro kosten. Ein deutscher Sportbekleidungshersteller (Puma) soll als Sponsor Lazios das Projekt mitfinanzieren. Mit dem neuen Stadion erhofft sich der ebenso wie der AS Rom an der Mailänder Börse notierte Klub Lazio Mehreinnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro pro Jahr.

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