"Das höre ich zum ersten Mal", erklärte Meetingdirektor Knut Iwan auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes: "Wir werden jetzt prüfen, welche rechtlichen Mittel wir haben und ob wir Regressforderungen stellen können."
Zwölf Tage nach ihrem Sieg am 17. Februar 2008 in Leipzig hatte Ekpukhon auch das Rennen in Chemnitz gewonnen. Danach bestritt sie noch den Vorlauf bei der Hallen-WM in Valencia, ehe sie laut ihres damaligen Managers Oliver Topueth (München) von dem Dopingfund informiert wurde und nicht mehr antrat. Die 23-Jährige hatte sich beim ASC Düsseldorf auf die Wintersaison 2008 vorbereitet.
Verwunderlich ist, dass die Leipziger Organisatoren bislang nicht offiziell von dem Dopingfall informiert worden sind, obwohl sie für die Finanzierung der Kontrollen zuständig waren. "Es gab keine Rückmeldung, das ist sehr undurchsichtig", kritisiert Iwan.
Dagegen sagt Manager Topueth, der im Frühjahr die Zusammenarbeit mit Ekpukhon einstellte, er habe den in Leipzig für die Athletenverpflichtung zuständigen Joachim Krebs bereits im April über den Fall informiert. Dem hält Krebs entgegen: "Daran kann ich mich nicht erinnern."
