Am Mittwoch verlängerte Roman Weidenfeller erwartungsgemäß seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bis zum Sommer 2011. Die Bezüge dürften dabei in Zukunft knapp über seinen bisherigen Einkünften liegen.
Nach wochenlangen Spekulationen um die Zukunft des Keepers, der zu Beginn dieser Saison mit teils herber Kritik zu kämpfen hatte, konnte rechtzeitig zum Weihnachtsfest Klarheit geschaffen werden.
Schon am Freitag, nach dem 2:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach, gab sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc optimistisch: „Wir haben intern entschieden, dass wir gerne mit Roman weiterarbeiten würden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es noch vor Weihnachten zu einer Unterschrift kommt.“
Diese erfolgte nun gestern und war letztlich das Ergebnis der konstant guten Leistungsentwicklung des 28-Jährigen.
Nachdem Weidenfeller bereits in der Vorsaison aufgrund einer langwierigen Schulterverletzung nur 15 Saisonspiele machen konnte, fiel der Keeper auch in dieser Saison nach einer Risswunde am Oberschenkel für mehrere Wochen aus.
Danach dauerte es eine Weile, bis der frühere Lauterer seine Form wiederfand. Zuletzt agierte er jedoch zunehmend fehlerfrei und hielt seinen Kasten in der Hinrunde stolze sechs Mal sauber, was dem Keeper sogar fast einen Eintrag in die Geschichtsbücher des BVB eingebracht hätte.
Das Gegentor von Johannes van den Bergh beendete am letzten Freitag zwar die Jagd nach dem Rekord von Hans Tilkowski, der sein Tor in der Saison 1965/66 stolze 548 Minuten am Stück sauber hielt. Weidenfellers Frust darüber dürfte sich seit gestern allerdings in Grenzen halten. Weihnachten kann kommen.

