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RWO: Müller und Robben dürfen gehen
„Ich verstehe das gar nicht“

Tuncay Aksoy war das erste „Kleeblatt“, das zunächst bei den Verantwortlichen und dann via RS seine Wechselabsichten im Winter äußerte.

Den gleichen Weg ging nun David Müller. Der Linksfuß, der sechs Saisoneinsätze (ein Tor gegen Ingolstadt) auf seinem Konto hat, kam am 8. Spieltag zum letzten Mal zum Einsatz, zuletzt musste er meist auf der Tribüne Platz nehmen.

Coach Jürgen Luginger begründete den Personal-Wechsel mit Defiziten im Defensiv-Verhalten. Für Müller nicht ganz schlüssig: „Daran kann man das nicht nur festmachen. Ich habe im Aufstiegsjahr bewiesen, dass ich die linke Seite dicht machen kann. Und in den Partien, in denen ich zum Einsatz kam, habe ich das auch gezeigt. Leider stimmten zu Beginn die Ergebnisse trotzdem nicht.“

Daher nahm Luginger vor dem Match gegen Fürth einige Änderungen vor, die allerdings in der Partie noch nicht griffen. Für Müller gab es danach dennoch keinen Weg zurück in die Elf. Daher sitzt der Frust beim „Standard-Spezi tief: „Ich verstehe das gar nicht, so richtig wurde mir nichts mitgeteilt. Nur, dass es gerade nicht reicht. Dabei war ich am Anfang immer dabei. Mir wurden auch ordentliche Auftritte bescheinigt. Ich weiß, man muss die Meinung des Trainers akzeptieren. Aber auf einmal war ich gar nicht mehr im Kader.“

Auf dem Flügel baute der Coach auf Daniel Embers, auch Ferhat Kiskanc kletterte in der Rangfolge auf der linken Seite an Müller vorbei. Der betont: „Das habe ich mir ganz anders erhofft. Daher kann ich es mir vorstellen, den Verein im Winter zu verlassen. Ich habe mir nicht viel vorzuwerfen. Alles kam sehr überraschend. Ich war immer Stammspieler und auf einmal soll mein Defensivverhalten zu schlecht sein.“

Daher gab es die Unterhaltung mit Berater Dirk Hebel und der sportlichen Führung. Ergebnis: Müller dürfte bei einem passenden Angebot gehen. Der Akteur erklärt: „Wenn ich wüsste, es reicht nicht, dann müsste ich das hinnehmen. Aber so sehe ich das nicht. Allerdings würde mir ein Abschied auch sehr schwer fallen. Die Truppe ist richtig geil, das letzte Jahr war das schönste meiner Karriere. Ich habe hier Freunde gefunden und auch wenn es sich wie eine Floskel anhört, wir sind fast wie eine Familie.“ Die bald wohl einen Linksfuß verliert.

Müller mit Blick auf einen eventuellen Transfer: „Zweite Liga wird schwer, ich konnte mich nicht oft zeigen. Aber die dritte Liga sollte es schon auf alle Fälle sein.“

Vielleicht trifft er dann da auf Jens Robben. Dem Duo würden, wie man beiden am letzten Donnerstag mitteilte, bei einem Wechsel keine Steine in den Weg gelegt werden. Allerdings hat Robben noch keine endgültige Entscheidung getroffen: „Ich bin sehr enttäuscht und mein Berater steht mit RWO in Kontakt. Klar ist, die Lage ist nicht befriedigend für mich, aber ich renne nicht weg. Sollte es noch eine Chance geben, würde ich die gerne nutzen. Ich fühle mich gut. Ich habe mir hier was aufgebaut, das schmeißt man nicht einfach weg.“

Jens Robben.

Es sei denn, die Verantwortlichen reden Klartext. Robben, der nur eine Halbzeit gegen Fürth auflaufen durfte: „Ich suche noch einmal das Gespräch, obwohl meine Perspektive eher nicht so groß scheint. Bis dahin mache ich wie bisher aber sicher keinen Stress.“

In diesem Zuge liegt Robben auch noch etwas bezüglich seiner beiden Platzverweise bei der U23 von RWO auf dem Herzen: „Ich möchte mich bei den Jungs entschuldigen. Das war nicht in Ordnung, auch wenn man über die Karten streiten kann. Es tut mir leid, dass die Mannschaft dadurch verloren hat.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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