Wie Premiere am Dienstag mitteilte, will Murdochs Konzern News Corp. eine Kapitalerhöhung von insgesamt 450 Millionen Euro absichern. "Die mit News Corp. und unserem Bankenkonsortium vereinbarte Finanzierungsstruktur ist die Voraussetzung für das Überleben von Premiere", erklärte Mark Williams, Vorstandsboss der Premiere AG. Murdoch knüpft sein Engagement allerdings an eine wesentliche Bedingung. So soll die Finanzaufsicht BaFin Murdoch davon befreien, den übrigen Aktionären ein Angebot zur Übernahme des Senders machen zu müssen. Dazu sind Investoren eigentlich verpflichtet, wenn ihre Beteiligung 30 Prozent erreicht oder übersteigt. Derzeit hält News Corp. gut ein Viertel der Premiere-Anteile. Die Banken haben Premiere für den Fall, dass die Kapitalerhöhung gelingt, offenbar neue Kredite in Höhe von 525 Millionen Euro zugesagt.
Der Bundesliga-Sender Premiere, der vor wenigen Wochen die Rechte an der 1. und 2. Liga bis 2013 erworben hat, war zuletzt tief in die roten Zahlen gerutscht. In diesem Jahr erwartet Premiere weiter einen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 40 und 60 Millionen Euro. Der Bezahlsender stellt sich nach eigenen Angaben darauf ein, erst ab 2011 wieder profitabel zu arbeiten.
