Am Abend des gleichen Tages hätte der Coach seine Aussage wahrscheinlich gerne korrigiert, denn inzwischen ist es noch wichtiger, dass Masalskis die Torhüter-Ausrüstung für die Füchse in der DEL tragen darf. Was war passiert? Beim Spiel am Freitagabend bei den Iserlohn Roosters verletzten sich beide „Goalies“ der Duisburger, sodass die Partie bereits nach 10:43 Minuten abgebrochen werden musste. Erst zog sich Ilpo Kauhanen eine Leistenverletzung zu, sodass Lukas Lang zu seinem Einsatz kam.
Aber kurz nach seiner Einwechslung warf auch Lang das Handtuch. Beim 0:1 für die Gastgeber durch Mark Ardelan verdrehte er sich das Knie. Noch bitterer: Nur zwölf Sekunden nach dem Rückstand kamen die „Füchse“ sogar nach einer ganz langen Durststrecke ohne eigenen Treffer zum Ausgleich. Doch durch mehrmaliges Schlägerklopfen aufs Eis signalisierte Lang, dass es für ihn nicht weitergehen kann.
Nun fragten sich wohl einige der 4.076 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee, wie es weitergehen würde. Der US-amerikanische Profi-Schiedsrichter Rick Looker behielt den Durchblick und gab den Duisburgern zehn Minuten Zeit, um einen Feldspieler zum Umziehen in die Kabine zu schicken. Als die verstrichen waren, verhängte er eine kleine Bankstrafe gegen die „Füchse“. Als sich dann immer noch nichts tat, wurde das Match abgebrochen. „In diesem Fall handelt es sich um einen schuldhaften Spielabbruch der Duisburger, der mit 5:0 Toren und drei Punkten für die Roosters in die Tabelle eingeht“, erklärte Jörg von Ameln von der DEL.
Was sagen die EVD-Verantwortlichen zu ihrem Verhalten? Der Sportliche Leiter Franz Fritzmeier betonte: „Ich habe volles Verständnis für die Fans und entschuldige mich, aber wir haben keine Chance gesehen, die Partie fortzusetzen. Aus gesundheitlichen Gründen haben wir es abgelehnt, einen Feldspieler zwischen die Pfosten zu stellen.“ Sein Zusatz: „Wir haben diese Entscheidung kurz mit unserem Vorstand diskutiert und sie dann so getroffen.“
Die Roosters-Fans, die sich gegen das Schlusslicht auf einen hohen Sieg gefreut hatten, wurden enttäuscht. Manager Karsten Mende: „Ich hätte mir für unsere Fans deutlich mehr Eishockey gewünscht, leider aber konnten wir an diesem Abend nicht mehr bieten.“ Um genau zu sein, nur knapp elf Minuten.
Die große Frage: Wie geht es nun im Kasten der Duisburger weiter? So gut wie sicher: Am Dienstag in Wolfsburg wird Masalskis sein Debüt geben.
