Wie schon 2004 und 2006 konnte das Team von Trainer Ernst Höfner, das vor einem Jahr bei der B-WM in Bad Tölz ungeschlagen aufgestiegen war, dem Vergleich mit der Weltelite nicht standhalten. "Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg, denn die kommenden Jahrgänge sind sehr vielversprechend", erklärte Reindl.
Den Jahrgängen 1989 und 1990 fehlt dagegen offensichtlich die Qualität. Bei der WM überraschten nicht so sehr die Niederlagen gegen Top-Teams wie Titelverteidiger Kanada (1:5) oder die USA (2: 8), sondern vor allem das bittere 1:7 gegen Lettland in der Relegationsrunde. Reindl: "Das war der Knackpunkt, denn das ist normalerweise ein Gegner auf Augenhöhe." Doch trotz aller Enttäuschung sah der DEB-Generalsekretär das primäre Ziel der U20, vielversprechende Talente an die A-Nationalmannschaft heranzuführen, als erfüllt an: "Es waren drei, vier Spieler dabei, die sich sicherlich in den Notizblock von Bundestrainer Uwe Krupp gespielt haben."
Tatsächlich mussten einige wenige Junioren vor den Augen von Krupp, der als Co-Trainer die Mannschaft vor Ort unterstützte, den internationalen Vergleich nicht scheuen. Die starken Torhüter Timo Pielmeier und Philipp Grubauer verhinderten trotz insgesamt 29 Gegentreffern in sechs Spielen ein noch größeres Desaster. Zudem überzeugte der Kölner Jerome Flaake mit drei Toren als spiel- und abschlussstarker Stürmer. Doch für den Klassenerhalt war es zu wenig. Kein einziger DEB-Spieler schaffte in der Scorer-Wertung den Sprung in die Top 30. Einzig beim 9:0-Sieg gegen Kasachstan, das Deutschland in die Zweitklassigkeit begleitet, wussten die deutschen Kufencracks zu überzeugen.
