Dann gab es doch das neue Schriftstück bis 2009 und alle dachten, der Routinier wird zwar dabei, aber selten mitten drin sein.
Doch weit gefehlt, am Ende der Hinrunde hat der 34-Jährige 13 Einsätze auf der Habenseite (mit Pokal). Und wer den Defensiv-Akteur kennt, der weiß, Uster wird sich mit der Zahl nicht zufrieden geben. Geht es nach der Fitness, ist der ehemalige Darmstädter sowieso noch lange kein Thema für den sportlichen Ruhestand. Zusammen mit Coach Jürgen Luginger läuft der einmal für Gambia aktive Uster bei den Einheiten in der ersten Gruppe voran. Daher ist die Vorfreude auf die Rückrunde bei Uster zu spüren: „Die Pause hat gut getan, dann wurde es aber Zeit, dass es wieder los geht. Jetzt in Portugal war es klasse.“
Mit dem Abschluss gegen den VfB Stuttgart. Uster zieht eine persönliche Bilanz der bisherigen Zweitligazeit: „Es war immer mein Ziel, so oft wie möglich zu spielen. Daran ändert sich auch nichts. Ich will ganz einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir die gesteckten Ziele auch erreichen.“ Was nicht leichter wird, denn mit Olivier de Cock wurde ein weiterer erfahrener Mann für die Deckung verpflichtet. Uster, der in Portugal ein Zimmer mit Abwehrkollege Thomas Schlieter teilte: „Man bekommt in jedem Jahr neue Konkurrenz. Aber ich bin zu 100 Prozent motiviert. Und jede Mannschaft kann Verstärkungen in der Breite gut gebrauchen.“
Wobei auf der anderen Seite auch drei Spieler aussortiert wurden und sich auf der Suche nach einem neuen Verein machen. Ein Thema, das natürlich nicht einfach so an den Kollegen vorbeigezogen ist. Uster: „Natürlich wurde das diskutiert. Es ist immer bitter, wenn Leute gehen, die zu Freunden geworden sind. Die Banden in der Mannschaft sind sehr eng. Aber so ist leider der Fußball, man kann sich das nicht aussuchen. Es kann jeden treffen. Wir drücken den Jungs die Daumen, dass sich die Situationen für die Betreffenden schnell wieder bessern.“

