Was der Begriff genau meint, ist dabei Auslegungssache. Hauptsache das, was man unternimmt, fördert den „Teamgeist“ - ein weiterer Begriff, der schön klingt, aber schwer zu fassen ist.
Jürgen Klopp überlegte sich im Sommer, es könne für die Chemie innerhalb seiner Mannschaft durchaus förderlich sein, wenn die Doppelzimmerbelegungen nicht festgelegt, sondern ausgelost würden. Gesagt, getan: Klopp loste und hatte damit Erfolg. Keiner seiner Spieler muckte öffentlich auf, der Zusammenhalt im Team stimmte in der gesamten Hinrunde.
Für das Wintertrainingslager unter der Sonne Spaniens hatte sich der frühere Mainzer nun einen anderen Kniff einfallen lassen.
Da der 41-Jährige die Vorliebe seiner jüngeren Kicker für den virtuellen Kick auf der Spielekonsole kennt, setzte er für Mittwoch und Donnerstag ein eigens organisiertes Turnier auf den Tagesplan. Auch diesmal wurden die Teams ausgelost.
Einmal, um die älteren, mit dem Spiel weniger vertrauten Kicker im Team nicht zu benachteiligen. Einmal, um alte Konstellationen aufzubrechen und neue Partnerschaften zu schaffen.
Und auch diese Aktion darf als voller Erfolg bezeichnet werden, bestimmte es doch nahezu drei Tage lang die Gespräche rund um den BVB-Tross - und stellte dabei sogar das Testspiel gegen Osnabrück in den Schatten.
Da konnte es Klopp verkraften, dass der für den Freitag angesetzte Erlebnis-Ausflug aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse an der Costa del Sol im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen musste. Denn auch ohne Rafting, Canyoning oder Quadfahren war die Stimmung im Team auch noch am achten Tag prächtig.

