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Tusem kann Spielbetrieb bis Saisonende fortsetzen
Wurde Insolvenz über Monate verschleppt?

Der insolvente Handball-Bundesligist Tusem Essen hat die drohende vorzeitige Einstellung des Spielbetriebs abgewendet. Die Gläubigerversammlung stimmte am Montag der von Insolvenzverwalter Jens Schmittmann favorisierten Fortsetzung des Spielbetriebs zu. "Nun können bis zum Saisonende weiter Sponsorenzahlungen, Eintrittsgelder und Catering-Erlöse für die Insolvenzmasse vereinnahmt werden", erklärte Schmittmann.

Darüber hinaus können bei dem als Absteiger feststehenden Traditionsklub die Voraussetzungen für eine Sanierung bis zum angestrebten Neuanfang in der zweiten Liga geschaffen werden. Nur so wäre "in der Saison 2009/10 durch einen neuen Rechtsträger ein von Altlasten unbeschwerter Start möglich", erläuterte Schmittmann. Das Insolvenzverfahren gegen die Tusem HSB GmbH war Ende November eröffnet worden. Dem Klub fehlen nach jahrelanger Misswirtschaft rund 1,5 Millionen Euro. Zudem kommt auf die frühere Geschäftsführung möglicherweise noch eine Schadensersatzklage zu, wie Schmittmann andeutete: "Die vorliegenden Zahlen legen die Vermutung nahe, dass die Insolvenz über Monate verschleppt worden ist."

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