Das ehemalige Freibad am Baldeneysee wurde 2005 zum Seaside Beach Baldeney, Deutschlands größtem Beach Club, umgebaut. Die integrierte Beachvolleyball-Anlage besteht aus fünf Courts, die internationalen Ansprüchen genügen, also auch Meisterschaften dort ausgetragen werden können.
„Frühzeitig war die Nachfrage von Top-Teams im Hinblick auf Trainingszeiten in auf der Anlage recht hoch. So beschlossen wir dann kurzerhand, den Sport in Essen durch die Gründung eines eigenen Vereins zu fördern“, blickt Ex-Geschäftsführer Marc Stöckel auf die Entstehung des Seaside Beach Clubs zurück.
Mittlerweile starten für den Essener Verein echte Hochkaräter: Katrin Holtwick und Ilka Semmler konnten auf der FIVB-World-Tour Silber und Bronze gewinnen, David Klemperer und Eric Koreng waren dort immer auf den vorderen Rängen zu finden. Das Saison-Highlight erlebten die Sieger der Meisterschaften am Timmendorfer Strand sicherlich in Peking: Bei den Olympischen Spielen reichte es am Ende für Platz fünf.
In der kommenden Saison werden Christoph Dieckmann (vierfacher Deutscher Meister) und Kay Matysik (amtierender Vize-Europameister) ihr Debüt als Team feiern und für den Seaside Club auf Punktejagd gehen.
Aber nicht nur am idyllischen See wird „gebaggert“, im Sommer verwandelt sich der Kennedyplatz in der Innenstadt in einen riesigen Strand. Seit 1997 veranstaltet Stöckel das Turnier, das von Beginn an zur ranghöchsten Serie, der heutigen „smart beach tour“ gehört.
„Bis zu 30.000 Zuschauer schauen sich das Spektakel an“, erklärt Stöckel. Für die Teilnehmer ist das Event ebenso attraktiv: Es geht um 8.000 Euro Preisgeld und Punkte für die Deutschen Meisterschaften.
Was Stöckel am Beachvolleyball fasziniert, kann er schnell auf den Punkt bringen: „Der Sport wird dort ausgeübt, wo andere Urlaub machen. Die Leute sind locker, man ist umgeben von netten, sportlichen Menschen. Und ganz wichtig, der Eintritt ist für die Zuschauer immer frei.“

