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MSV: T-Frage ist entschieden: Starke genießt Rückendeckung
„Tom darf auch mal daneben greifen“

Die Würfel sind gefallen. Tom Starke ist die neue, alte Nummer eins der „Zebras“.

Peter Neururer hat sich nach der Vorbereitung gegen einen erneuten Torwartwechsel entschieden und Marcel Herzog muss mit der Zurückstufung klarkommen.

„Es war eine hauchdünne Entscheidung“, berichtet Neururer, der sich seinen Entschluss nicht leicht gemacht hat. „Ich habe die Analysen genau studiert. Beide sind auf einem sehr guten Niveau, aber Tom hat einfach die Nase vorne.“

Weil sich das Duo keine „torwarttechnischen Fehler“ geleistet hat und auch Linien-Coach Manfred Gloger kein eindeutiges Urteil fällen konnte, rechnete Neururer alle Gegentreffer im Mannschaftstraining auf. „Tom wie auch Marcel haben immer mit verschiedenen Abwehrreihen gespielt. Tom hat in den Spielen einfach weniger Treffer kassiert.“

Foto: firo.

Wie auch beim Winter-Cup in Düsseldorf. Herzog musste gegen die Fortuna gleich drei Mal hinter sich greifen, Starke zeichnete sich im Elfmeterschießen gegen Berlin als Strafstoßkiller aus. „Marcel war zwar machtlos, aber Tom konnte sich einfach mehr auszeichnen“, stellt Neururer dem 27-Jährigen ein gutes Zeugnis aus. Eine Entscheidung, die auch Manager Bruno Hübner versteht: „Der Coach bestimmt und hat sich auf Tom festgelegt. Das ist in Ordnung. Aber am Ende zählt ohnehin nur der Erfolg des Teams und dafür benötigen wir jeden Einzelnen.“

Das weiß auch Herzog und hat seine zweite Nicht-Berücksichtigung unter Neururer „professionell“ aufgenommen. „Er ist natürlich enttäuscht, aber Marcel weiß, wie das Geschäft funktioniert“, glaubt Neururer nicht, dass Herzog in der Rückrunde querschießen wird. Ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag allerdings verlängern wird, ist mehr als fraglich.

Marcel Herzog (Foto: firo).

Der Zug ist für Herzog erst einmal abgefahren, denn Starke genießt das uneingeschränkte Vertrauen Neururers: „Ich werde lediglich wechseln, wenn eine Verletzung oder eine Rote Karte dazwischen kommt. Ansonsten darf Tom auch ruhig mal daneben greifen, ohne sofort Angst haben zu müssen.“ Für Starke ist diese Rückendeckung besonders wichtig, denn die Fans haben den ehemaligen Leverkusener seit Monaten im Visier der Kritik. „Das ist Unsinn, denn nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, hat Neururer für die Anfeindungen kein Verständnis.

Wie es auch sei, die T-Frage ist geklärt und Starke kann seine Nominierung mit guten Leistungen wie zuletzt rechtfertigen. Und sollte der MSV die Aufholjagd schaffen, verstummen die Diskussionen sowieso und die Würfel sind dann erneut gefallen - und zwar wieder pro Starke.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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