Keeper André Maczkowiak entzauberte erst Hamza Cakir, Youngster Kai von der Gathen sah in Fortuna-Torhüter Michael Melka keinen Gegner. "Im Elferschießen gewann die glücklichere Mannschaft", definierte ein sichtlich säuernder Fortuna-Trainer Norbert Meier.
Michael Kulm, Essener Kollege, setzte den Nadelstich: "Wir wollten nicht, dass der Glücklichere gewinnt, wir wollten den Erfolg, so traten die Akteure an. Die Geschlossenheit beeindruckte mich. Wir haben einen Drittligisten aus der Spitzengruppe verdient geschlagen." Im Halbfinale wartet jetzt der Sieger der Partie 1.FC Viersen gegen den Wuppertaler SV Borussia (Sonntag, 13.30 Uhr).
Fortuna: Melka - Halet, Palikuca, Langeneke (32. Cakir), Hampel - Cebe, Sieger, Lambertz, Caillas (69. Gaus) - Jovanovic, Terodde (101. Christ)
Tore: 0:1 Jovanovic (9.), 1:1 Lorenz (32.), 2:1 Harrer (37.), 2:2 Gaus (75.)
Elfmeterschießen: 2:3 Christ - Lorenz verschießt - 2:4 Jovanovic - 3:4 Wunderlich - 3:5 Cebe - 4:5 Aydin - Maczkowiak hält gegen Palikuca - 5:5 Neumayr - 5:6 Hampel - 6:6 Mölders - 6:7 Sieger - 7:7 Bührer - 7:8 Lambertz - 8:8 Zinke - 8:9 Halet - 9:9 Mainka - 9:10 Gaus - 10:10 Stiepermann - Maczkowiak hält gegen Cakir - 11:10 von der Gathen
Zuschauer: 7284
Gelbe Karten: Kurth, Lorenz - Palikuca, Jovanovic, Halet, Lambertz
Ranisav Jovanovic legte für die Fortuna vor (9.), Michael Lorenz glich aus (32.), Michel Harrer erzielte die Halbzeitführung (37.). "Wir haben erst zwei unterschiedliche Hälften gesehen", definierte Meier, "die erste ging an RWE, auch wenn wir 1:0 führten." Der eingewechselte Sebastian Gaus egalisierte vor 7284 Zuschauern für den Gast (75.). Meier: "Essen wollte sich mit den Platzverhältnissen viel besser anfreunden. Das Halbzeitresultat war absolut verdient."
Dem wollte Kulm nicht widersprechen: "In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft hervorragend agiert. Wir hatten eine Vielzahl an Chancen, die beiden Treffer fielen zurecht. Das eine oder andere Tor mehr hätten dem Match entsprochen." Es fiel aber nicht. Meier: "Der zweite Abschnitt gehörte uns, der Ausgleich war folgerichtig."
Was korrekt war, Kulm bestätigte: "Nach der Pause schalteten wir einen Gang ungeplant zurück. Das Tempo war hoch, wir sind körperlich noch lange nicht so weit. Die Phase haben wir mit einem Gegentor bezahlt." Die Gesamtzeche löhnte jedoch die Fortuna. Kulm: "In der Verlängerung zeigten wir den größeren Siegeswillen und mehr Leidenschaft." Zum Schluss erst Maczkowiak, dann von der Gathen, der Michael Lorenz tief durchatmen ließ, der direkt den ersten Elfer in die Wolken setzte.


