Die Dreierkette hat die Premiere 2009 schadlos überstanden. Ein wichtiger Baustein dabei war erneut Thomas Schlieter. Zusammen mit Olivier de Cock und Benny Reichert hielt er den Laden dicht.
„Das hat sich schon am Ende der Hinrunde abgezeichnet. Man konnte sehen, wir sind nur schwer zu knacken. Daher war es für mich nicht überraschend, wie wir gegen Koblenz aufgetreten sind“, betont Schlieter. Auch nicht in der neuen Formation, denn Dimitrios Pappas musste seinen Platz frei machen, de Cock verdrängte den Griechen aus der ersten Elf: „Das hat auch so gepasst. Olivier ist von uns der erfahrenste Mann, der hat sich hervorragend eingeführt.“
Wobei Schlieter auch Pappas nicht vergisst, der gegen Koblenz sogar den Platz im Kader eingebüßt hat. „Mir tut es für Dimi leid. Für mich ist er ein überragender Mann. Seine Einstellung ist sensationell. Vor allem im Hinspiel gegen Ingolstadt hat er uns die Punkte fast alleine gerettet. Da war ich noch draußen. Daher ist es schon bitter für ihn.“
Und gut für Coach Jürgen Luginger, der genug Alternativen im Kader hat. Daher macht sich der kopfballstarke Verteidiger auch um die Deckung momentan keine Sorgen. Vielmehr macht er sich Gedanken, wie man vorne die Zahl der erzielten Tore erhöhen könnte. „Da liegt unser Hauptproblem, wir haben nur 17 Treffer gemacht. Da wird einem schon etwas komisch. Wir haben uns auch nach dem Match gegen Koblenz unterhalten und gesagt, wir müssen fast immer die Null halten, weil ein Gegentor bei unserer Quote schon fast eine Niederlage. Schwer zu sagen, wo man da den Hebel ansetzt.“
Zumindest für die Partie in Ingolstadt scheint die Lösung ganz nah zu liegen, wie der Ex-Velberter verrät. „Da treffe ich ja wieder, daher wird das schon. Auswärts hat es bisher sehr gut geklappt. Zuvor war ich der torgefährlichste Verteidiger in der Regionalliga. Und ich sehe es als positives Zeichen, wenn es auch in der Zweiten Klasse klappt.“
Drei Mal klingelte es bereits im gegnerischen Gehäuse, ein vierter Treffer soll in Ingolstadt dazu kommen. Über den Gegner hat Schlieter eine klare Meinung: „Die dachten sicher, sie wären schon weiter weg von den unteren Rängen. Jetzt wird das eine Art Endspiel, damit muss auch der FC klar kommen.“ Denn der Blick geht nach dem 1:6 in Fürth nach unten. Es war schon die zweite heftige Klatsche der Elf von Coach Thorsten Fink. In der Hinserie ging man beim MSV Duisburg unter.
Schlieter: „Entweder sie brennen gegen uns oder sie sind richtig verunsichert. Wir wollen auf jeden Fall den Dreier. Schon für Mike Terranova, der zum ersten Mal gesperrt zuschauen muss.“

