Endgültigen Aufschluss über die Schwere der Verletzung sollten ein Röntgen und eine Computertomografie in einer Klinik im tschechischen Liberec geben. Uhrmanns Einsatz im WM-Springen am Samstag ist ungewiss. Sollte der Team-Olympiasieger von 2002 ausfallen, würde Ersatzmann Felix Schoft zum Einsatz kommen. Am 21. Februar 2007 hatte sich Uhrmann ebenfalls im WM-Training einen komplizierten Mittelfußbruch zugezogen. Danach musste er eine fast einjährige Wettkampfpause einlegen. "Sapporo war natürlich ein gravierender Einschnitt, denn die Verletzung stellte sich schon als extrem schwer heraus. Eine Weile konnte man sich nicht einmal sicher sein, dass die Karriere weitergeht", hatte Uhrmann vor der WM erklärt: "Aber ich träume nicht jede Nacht davon und bin - wenn auch mit viel Aufwand - wieder da."
Die Bedingungen bei den Stürzen in Liberec und Sapporo glichen sich mit dem weichen Schnee im Aufsprunghang und komplizierten Windbedingungen. Immerhin blieb diesmal der Fuß von Uhrmann heil, der in seinem ersten WM-Training in Tschechien mit einer Bestweite noch Hoffnungen auf die erste deutsche Skisprung-Männermedaille bei der WM seit vier Jahren geweckt hatte. Die Bestweite im Sturz-Durchgang von Uhrmann stand übrigens Teamkollege Stephan Hocke mit 103,5 Metern.
