Roman Weidenfeller (3): Bekam trotz deutlicher Schalker Überlegenheit lange wenig bis nichts zu tun, musste aber nach 20 Minuten dennoch den Ball aus dem Netz holen. Bei Kuranyis wunderschönem Seitfallzieher blieb ihm jedoch keine Abwehrmöglichkeit. Reagierte danach gut bei Farfans Schuss, den er zur Ecke lenkte (72.). Insgesamt ist ihm kein Vorwurf zu machen.
Patrick Owomoyela (4): Wirkte in der Defensive konzentrierter als zuletzt gegen München und Cottbus, profitierte allerdings auch davon, dass die Schalker Angriff häufig über die linke Abwehrseite des BVB rollten. Nutzte seinen Platz nach vorne viel zu wenig und schloss seine Vorstöße häufig zu überhastet ab.
Neven Subotic (5): Wirkte erneut wie ein Schatten vergangener Tage. Begann unsicher bei eigenem Ballbesitz und schlief dann vor dem 0:1, als er Kuranyi bei dessen Seitfallzieher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte (20.). Patzte auch später schwer, als er einen langen Ball passieren ließ und nur noch hinter Kuranyi herschauen konnte (60.). Beschränkte sich danach nur noch darauf, den Ball möglichst hoch und weit wegzuschlagen.
Felipe Santana (5): Zeigte eine erschreckend schwache Partie, die von Fehlern gekennzeichnet war. So ließ er Altintop vor dem 0:1 unbedrängt flanken (20.) und legte in der Folge gleich per verunglückter Kopfabwehr Engelaar eine große Chance auf (41.).
Marcel Schmelzer (5): Wirkte bei seinem Derby-Debüt überfordert. Bekam Farfan nahezu nie in den Griff und wusste sie häufig nur mit Fouls zu helfen. Trägt zudem eine Teilschuld am 0:1, weil auch er zu passiv gegen Altintop agierte (20.). Hatte Glück, dass Farfan den Platz, den ihm der Linksverteidiger gewährte, nach Hajnals Ballverlust nicht nutzen konnte (44.) und Kuranyi seine unfreiwillige Vorlage neben den Kasten setzte (34.).
Florian Kringe (4): Bemühte sich in Hälfte eins redlich, kam dabei jedoch zu keinen klaren Aktionen und insgesamt über Ansätze nicht hinaus. In den zweiten 45 Minuten steigerte er sich nur unwesentlich.
Sebastian Kehl (4): Startete ganz schwach in die Partie und wirkte sowohl bei eigenem als auch bei gegnerischem Ballbesitz unsicher. So leitete er mit seinem ganz schwachen Pass auf Hajnal die erste Konterchance für S04 ein (9.). Danach steigerte er sich jedoch, ohne aus der schwachen Dortmunder Masse herauszustechen.
Nuri Sahin (4+): Versuchte neben Hajnal am ehesten, Struktur ins Dortmunder Spiel zu bringen. Zeigte einige technisch feine Aktionen und schaffte so dringend benötigte Räume. Legte gut per Kopf auf Hajnal ab und leitete so die erste BVB-Chance ein (50.).
Kevin-Prince Boateng (4): Kassierte früh die gelbe Karte und wandelte danach auf dem schmalen Grad des Erlaubten. In der Offensive gelang nicht viel, aber immerhin verhinderte er durch sein beherztes Eingreifen gegen Kobiashvili eine Schalker Chance (12.). Blieb zur Pause akut rotgefährdet in der Kabine.
Tamas Hajnal (4+): Wirkte gegen seinen Ex-Klub hoch motiviert. Bis auf einige technische Kabinettstücke gelang jedoch auch ihm nur wenig Nennenswertes. Sein schöner Drehschuss aufs Schalker Gehäuse nach 50 Minuten war immerhin das erste (und lange Zeit einzige) Lebenszeichen des BVB.
Alexander Frei (4-): Blieb in den ersten 45 Minuten als einzige Spitze ohne nennenswerte Szene. Das konnte man ihm jedoch nur zum Teil ankreiden: Er wurde schlicht nicht bedient und war deshalb die ärmste Figur auf dem Feld. Wenn er dann den Ball jedoch bekam, machte er zu wenig daraus. Seine Auswechslung ging daher in Ordnung. Der Freitag war diesmal eindeutig kein Frei-Tag.
Mohamed Zidan (2): Scheiterte zunächst als er frei auf Neuer zulief und sich dann einholen ließ. Mit seiner Energieleistung zum 1:1-Ausgleich machte er diesen Fehler jedoch mehr als wett (81.).
Nelson Valdez (3): Legte vor dem Ausgleich auf Zidan ab (81.) und war auch sonst eine Belebung.



