Der 62-Jährige herzte seine Kicker in der Mixed-Zone der Veltins-Arena, scherzte mit BVB-Kapitän Sebastian Kehl und wirkte fast so, als hätte er soeben drei Punkte eingetütet.
Und in der Tat, der späte 1:1-Ausgleich durch den Treffer von Mohamed Zidan wirkte nicht nur auf die meisten Spieler und Fans, sondern auch auf den Funktionär wie ein gefühlter Sieg: „Unsere Mannschaft hat Moral gezeigt, hat den Glauben nicht verloren. Fast hätten wir durch Zidan sogar das Unmögliche geschafft. Ich denke, wir haben uns das Ergebnis aufgrund der starken zweiten Hälfte verdient.“
Der Jurist vergaß jedoch trotz aller Freude auch nicht zu erwähnen, dass die Fans zwei unterschiedliche Hälften gesehen hatten. Während die Schalker nach 45 Minuten bereits wie der sichere Sieger aussahen, kämpfte sich der BVB - wie schon im Hinspiel - in die Partie zurück.
Dass gewisses Glück dazugehörte, wollte auch Rauball nicht verneinen: „Zur Halbzeit hätte das Derby bereits gegen uns entschieden sein können, wenn die Schalker ihre Chancen konsequenter genutzt hätten.“
Doch sie taten es nicht, und so war die negative Halbjahresbilanz der einzige Punkt, der das Wochenende aus Dortmunder Sicht trübte.
Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2008 verzeichnete der BVB ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern von -2,3 Millionen Euro. Als gründe nannte der Klub das frühe Ausscheiden aus dem nationalen Pokal und dem Uefa-Cup sowie die allgemein schlechte Wirtschaftslage.

